Neues Verbot von Transgender-Rekruten in den USA | Aktuell Amerika | DW | 24.03.2018
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Transgender-Rechte

Neues Verbot von Transgender-Rekruten in den USA

Das Weiße Haus hat ein neues Verbot von Transgendern im US-Militär angekündigt. Anders als bei Präsident Trumps erstem Vorstoß soll nun zwischen Transgendern mit und ohne Geschlechtsumwandlung unterschieden werden.

Nach der neuen Regelung sollen Transgender vom Militärdienst disqualifiziert werden, die aufgrund einer Geschlechtsidentitätsstörung eine "umfassende medizinische Behandlung" benötigen. Dazu gehören laut einer Mitteilung aus Washington sowohl Medikamente als auch operative Eingriffe. Verteidigungsminister James Mattis und Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen seien zu dem Schluss gekommen, dass die Zulassung solcher Rekruten ein "bedeutendes Risiko" für den militärischen Erfolg darstellten, hieß es weiter.

Transgender sollen im biologischen Geschlecht dienen

Gleichzeitig nahm US-Präsident Donald Trump sein Memorandum zu der Sache vom August 2017 zurück. Damals hatte er das Pentagon angewiesen, künftig grundsätzlich keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen. Er wollte damit eine Entscheidung seines Vorgängers Barack Obama rückgängig machen, wonach Transgender offen im Militär dienen dürfen. Zwei Bundesgerichte setzten Trumps Anordnung vorläufig außer Kraft.

Die Entscheidung über den Umgang mit Transgendern überließ Trump nun seinen Ministern für Verteidigung und Heimatschutz. Das Pentagon will Ausnahmen zulassen. Künftig sollen diejenigen Transgender vom Militärdienst ausgenommen werden, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen haben oder dies vorhaben. Andere sollen "in ihrem biologischen Geschlecht dienen" dürfen.

Unter den 1,3 Millionen aktiven Mitgliedern der US-Streitkräfte gibt es Schätzungen zufolge zwischen 1320 und 15.000 Transgender,  also Menschen, die sich nicht oder nicht nur mit ihrem angeborenen Geschlecht identifizieren oder sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen lassen.

ie/mak (dpa, afp)