Naturschutz in Zeiten des Krieges | Global Ideas | DW | 30.12.2018
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Reportage

Naturschutz in Zeiten des Krieges

Die Zentralafrikanische Republik steht für Krieg und Terror, ein Großteil des Landes wird von Warlords beherrscht. Und doch setzen sich Menschen für die Natur ein.

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"Wir verlieren den Krieg gegen die Wilderer"

Wenn Luis Arranz aus seinem Haus kommt, dann blickt er auf eine grüne Wand aus Bäumen und Schlingpflanzen. Die Hitze ist drückend, die Luftfeuchtigkeit hoch. Hier im Regenwald des Kongobeckens ist es immer schwül und warm. Statt Jahreszeiten gibt es hier bloß den Wechsel zwischen wenig und viel Regen.

Herumlaufen kann man nur tagsüber, denn nachts gehört die Gegend den Waldelefanten. Tausende leben hier. Sie sind selten zu sehen, denn die Kolosse bewegen sich fast lautlos und unsichtbar zwischen den Baumriesen des Dschungels.

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Die Kolosse der Dzanga Bai

Ihretwegen ist Arranz hier. Der 1956 in Spanien geborene Biologe blickt auf 38 Jahre Naturschutzarbeit in Lateinamerika und Afrika zurück, darunter viele Jahre in krisen- und kriegszerrütteten Staaten wie dem Tschad und der Demokratischen Republik Kongo. Er steht seit Jahren an vorderster Front im Kampf gegen Wilderei. Es ist ein gefährlicher Job. Arranz hat bereits viele seiner Ranger durch die Kugeln von Wilderern sterben sehen.

Ohne Menschen wie ihn stünde es um Afrikas Natur noch schlechter. Jetzt arbeitet er für die Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) als Parkleiter des Dzanga-Sangha-Schutzgebiets in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR). Ein Land, das mit seinen weiten Savannen, Flüssen und Regenwald ein Paradies im Herzen Afrikas sein könnte. 

Dieses Naturparadies ist in höchster Gefahr. Wilderei, Abholzung und vor allem der seit Jahren tobende Bürgerkrieg zerstören Stück für Stück das Land und seine Natur.

Karte der Zentralafrikanischen Republik mit Dzanga-Sangha-Schutzgebiet

Arranz arbeitet in dem kleinen Urwaldstädtchen Bayanga im Grenzgebiet zu Kamerun und der Republik Kongo. Hier am Rande des Kriegschaos liegt das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet - das einzige Schutzgebiet des Landes, das noch weitgehend intakt ist.

Gemeinsam mit den Behörden kontrollieren und schützen Arranz und seine Leute ein Gebiet von mehr als 4000 Quadratkilometer Regenwald. 

Zum Anschauen: Luis Arranz: "Die letzten Elefanten des Landes sind hier."

Besonders die große Lichtung von Dzanga Bai muss ständig überwacht werden, denn hier halten sich immer gut 150 Elefanten auf, die das mineralhaltige Wasser trinken. Ein verlockendes Ziel für Wilderer.

Zwar findet der Krieg im Land nicht im Schutzgebiet statt. Seine Auswirkungen sind aber bis in den Regenwald zu spüren. Im März 2013 überfielen professionelle Wilderer Dzanga Bai. 26 Elefanten wurden getötet und ihre Stoßzähne ausgebrochen. Seitdem ist es zwar etwas ruhiger geworden, doch die Gefahr für Tiere und Menschen ist enorm.

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"Elfenbeinkäufer glauben, dass nur die Elefanten sterben."

Naturschutz ist in einem Kriegsgebiet ohne Waffen kaum möglich, sagt Arranz. Während seiner Jahre im Nordostkongo und im Tschad hat er bereits viele Ranger sterben sehen im Kampf gegen Wilderer. Deswegen ist es für ihn wichtig, seine Ranger so auszustatten, dass sie den Sturmgewehren der Wilderer etwas entgegenzusetzen haben. Dafür Gelder aufzutreiben ist aber gar nicht so einfach. Die Ranger in Dzanga-Sangha sollen zudem von Militärexperten ausgebildet werden, plant Arranz. 

Auf der schattigen Veranda seines Hauses im Regenwald erklärt er sein Problem: "Jeder fragt, warum brauchst du Waffen, um Elefanten zu schützen? Aber ich sage, ich brauche die Waffen nicht, um Elefanten zu schützen. Ich brauche die Waffen, um die Leute zu schützen, die die Elefanten schützen. Wenn sie ohne Waffen auf Wilderer treffen, dann sterben sie. Viele Leute verstehen das nicht oder wollen es nicht verstehen."

Zum Anschauen: Luis Arranz: "Ich brauche die Waffen, um die Leute zu schützen, die die Elefanten schützen."

Ein bewaffneter Soldat der UN-Mission steht zwischen zerstörten Häusern (Foto: REUTERS/Baz Ratner)

Frieden gibt es in der Zentralafrikanischen Republik nur an Orten, wo es UN-Blauhelme gibt - und selbst dort ist er fragil

Ein Land, das nie zur Ruhe kam

Frieden ist in der Zentralafrikanischen Republik die Ausnahme. In Dzanga-Sangha herrscht vor allem durch die bewaffnete Präsenz der UN-Blauhelme im Land Ruhe. Die Rebellen sind aus dem Gebiet abgezogen. Überfälle, Plünderungen und Mord hat es schon länger nicht mehr gegeben.

Der Südwesten ist die einzige Region des Landes, in der es nicht immer wieder zu Gewaltausbrüchen kommt. Angesichts der Situation im Rest des Landes ist das ein kleines Wunder.

Die Region, die heute die Zentralafrikanische Republik ist, war schon Jahrhunderte vor der Staatsgründung von Gewalt und Unsicherheit geprägt. Im 17. Jahrhundert zogen portugiesische und niederländische Sklavenhändler von Westen her ins Land. Ihnen folgten vom Norden kommend arabische Händler auf der Jagd nach Sklaven.

Durch die Jahrhunderte der Sklavenjagd wurde die Gegend bis ins 19. Jahrhundert weitgehend entvölkert. Das Trauma wirkt bis heute nach.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet Teil der französischen Kolonie Französisch-Äquatorialafrika. Die Kolonialregierung und private Gesellschaften beuteten das Land jahrzehntelang rücksichtslos aus. Dabei ging es vor allem um Elfenbein, Gold und Edelhölzer. Aufstände wurden von der Kolonialmacht brutal unterdrückt.

1960 entließ Frankreich die Zentralafrikanische Republik in die Unabhängigkeit. In den folgenden Jahrzehnten wechselten die Herrscher in rascher Folge, die in der Regel von ihrem Nachfolger aus dem Amt geputscht wurden.

Jean-Bédel Bokassa auf dem goldenen Adlerthron während der Krönungsfeierlichkeiten am 04. Dezember 1977 (Foto: picture-alliance/dpa)

Die Krönung von Jean-Bédel Bokassa zum Kaiser kostete zig Millionen Euro, während er sein Volk hungern ließ

Schillerndste Gestalt war wohl der Offizier Jean-Bédel Bokassa, der von 1966 bis 1979 herrschte. Er errichtete ein blutiges Terrorregime, das vom ehemaligen Kolonialherren Frankreich geduldet wurde, denn Ende der sechziger Jahre begann die professionelle Rohstoffförderung von Diamanten und Uran. 

Bokassa ernannte sich 1972 zum Präsidenten auf Lebenszeit und krönte sich selbst am 4. Dezember 1977 zum Kaiser Zentralafrikas. Dabei lehnte er sich bei seiner Krönung an die Kaiserkrönung seines Idols Napoleon Bonaparte an - vor allem, was den Prunk anging. Umgerechnet fast 20 Millionen Euro sollen die Feierlichkeiten gekostet haben, teilweise bezahlt vom ehemaligen Kolonialherren Frankreich.

Während sein Volk hungerte, verprasste Bokassa Millionen für ein teures Luxusleben. Wer protestierte, wurde grausam ermordet.

Ende 1979 endete das Zentralafrikanische Kaiserreich abrupt mit einem Putsch, den Frankreich mit dem Einsatz französischer Fallschirmjäger unterstützte.

Männer tragen den Kopf einer zerstörten Statue von Bokassa nach dessen Sturz

Auch nach seinem Sturz konnte Bokassa sein luxuriöses Leben weiterführen - im französischen Exil

Bokassa ging in ein luxuriöses Exil auf ein Schloss in Frankreich und wurde nach seiner Rückkehr nach Bangui 1986 erst zum Tode, dann zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt, später dann begnadigt. Er starb 1996.

Immer wieder neue Umstürze 

Seit den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts kam es bis in die Gegenwart immer wieder zu neuen Umstürzen und bewaffneten Auseinandersetzungen im Land. Immer wieder griff auch die ehemalige Kolonialmacht Frankreich in die Konflikte ein. Das hatte weniger humanitäre Gründe, sondern sicherte französische Militärbasen im Land und den ungehinderten Zugriff auf Ressourcen.

1997 zog Frankreich seine Truppen ab und die UN-Blauhelmmission MINURCA begann. Sie sollte zwischen rivalisierenden Gruppen vermitteln und für Stabilität und Sicherheit sorgen. Ende 1998 fanden Neuwahlen statt, beruhigten die Situation aber nicht. Putschversuche prägten die kommenden Jahre. In mehreren Landesteilen brachen immer wieder Kämpfe aus.

Mitte 2008 schien es endlich Hoffnung auf Frieden zu geben. Im Juni unterzeichnete die Regierung ein Gesamtfriedensabkommen mit mehreren Rebellengruppen im Land. Das Abkommen hielt allerdings nur wenige Monate. Das Chaos in der ZAR wurde noch größer, da die Konflikte im Sudan, dem Tschad und in Ost-Uganda auf das Land übergriffen.

Séléka-Rebellen mit Maschinengewehren auf einem Pick-Up in Bangui

Kämpfer der muslimischen Séléka verbreiteten 2012 Furcht und Schrecken unter der christlichen Bevölkerung

Bürgerkrieg

2012 marschierte die muslimische Rebellenallianz Séléka aus dem Norden auf die Hauptstadt Bangui zu. Im März 2013 besetzten sie die Hauptstadt und andere wichtige Städte. Dabei kam es zu massiven Gräueltaten an der nichtmuslimischen Bevölkerung. Rebellenführer Michel Djotodia ernannte sich selbst zum Staatsoberhaupt. Als Gegenwehr gegen die Séléka bildeten sich christliche Milizen, die sogenannten Anti-Balaka. Beide Seiten begingen Massaker an der jeweils andersgläubigen Zivilbevölkerung und die öffentliche Ordnung im Land brach vollständig zusammen. 

Frankreich entschloss sich daraufhin, erneut einzugreifen und schickte im März 2013 Truppen nach Bangui, woraufhin sich die Lage etwas beruhigte.

2014 kamen wiederum UN-Blauhelme (MINUSCA) ins Land. Derzeit sind es knapp 13.000 - vor allem aus afrikanischen Staaten sowie aus Pakistan und Bangladesch. Sie sollen die Zivilbevölkerung schützen und den politischen Neustart im Land absichern.

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12.870 Blauhelme sollen die Ruhe sichern

Eine Übergangsregierung kam an die Macht. Zwischen Dezember 2015 und März 2016 fanden ein Verfassungsreferendum, Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Faustin Archange Touadéra wurde Präsident.

Die Hoffnungen auf einen demokratischen und friedlichen Neubeginn erfüllten sich indes nicht. Die neue Regierung hat nur in einem kleinen Teil des Landes Einfluss. Achtzig Prozent des Landes wird von mehr als einem Dutzend bewaffneten Gruppen und Warlords beherrscht. Die Gruppen kämpfen um Einfluss und vor allem um den Zugang zu den Bodenschätzen des Landes - und terrorisieren die Bevölkerung.

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"Die Kinder hier sind hochgradig traumatisiert"

Flüchtlingselend

"Die Situation in der gesamten Zentralafrikanischen Republik ist völlig unberechenbar... Es werden leider immer mehr Menschen angegriffen." (Donaig de Lu, UNICEF)

Donaig de Lu arbeitet seit Jahren für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) in der Zentralafrikanischen Republik. Sie erlebt hautnah, dass vor allem Kinder unter den immer wieder aufflammenden Kämpfen, Massakern und Gräueltaten im ganzen Land leiden. Nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe (UNHCR) sind derzeit mehr als 640.000 Menschen Flüchtlinge im eigenen Land, sogenannte IDPs, Internally Displaced Persons. Fast genauso viele sind in die angrenzenden Staaten geflüchtet. Ungefähr die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder, auch im Flüchtlingslager von Kaga-Bandoro im Nordwesten des Landes.

Die Folgen sind dramatisch. Laut UNICEF gehen mehr als 100 Millionen Kinder weltweit aufgrund von Kriegen und Konflikten nicht zur Schule. Neben Niger und Mali ist die Zentralafrikanische Republik der schlimmste Ort, ein Kind zu sein. Bildungschancen gibt es so gut wie keine. 

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Achilles Alltag im Flüchtlingslager

Zum Anschauen: Das Leben der Kinder im Flüchtlingslager von Kaga-Bandoro

Die Regierung in Bangui hat weder die Macht noch die Mittel, die Situation für die Menschen im Land zu verbessern. Noch viel weniger gilt das für den Erhalt der Natur.

Doch trotz des Chaos in der Zentralafrikanischen Republik gibt es Menschen, die sich für den Erhalt der Wälder einsetzen. Besonders die Volksgruppen der BaAka und Sangha-Sangha, die seit Jahrtausenden im Regenwald und an seinen Flüssen leben. Stirbt der Wald, stirbt auch ihre Kultur. So sind sie gewissermaßen die Waldwächter, die sich gemeinsam mit Arranz und seinem Team um den Erhalt des letzten friedlichen Naturparadieses in der Zentralafrikanischen Republik kümmern.  

Angehörige des indigenen Volkes der BaAka sitzen im Wald

Die BaAka sind eines der ältesten Völker der Welt

Das vergessene Waldvolk

Niemand kennt den Wald so gut wie die indigenen Völker hier. Sie sind die ersten, die mitbekommen, wenn Fremde im Wald unterwegs sind und können die Ranger warnen.

Ein Mädchen hält ein Tablett mit kleinen Fischen

In den Netzen der Fischer verfangen sich fast nur noch kleine Fische

Doch die Plünderung der Wälder und die bis heute andauernde Diskriminierung der BaAka durch die Bevölkerungsmehrheit der Bantu-Ethnien bedrohen ihre Kultur. Standen sie schon in friedlicheren Zeiten immer am Rande der Gesellschaft, ist es durch den Bürgerkrieg nur noch schlimmer geworden. Hilfen kommen bei ihnen nicht an.

BaAka haben ursprünglich halbnomadisch in den großen Wäldern des Kongobeckens als Jäger und Sammler gelebt. Doch viele Waldgebiete sind durch Wilderei buchstäblich leergefegt. Außerhalb der Schutzgebiete des Kongobeckens breitet sich das Phänomen des "Empty Forest Syndroms" immer weiter aus. Das heißt, es gibt kaum noch Wildtiere im Regenwald. Zudem sind viele Flüsse überfischt.

Um dennoch an Nahrung zu kommen, fischen viele Menschen mit Moskitonetzen. Damit werden dann auch Fischeier und Jungtiere gefangen. Ganze Fischpopulationen brechen so zusammen, mit dramatischen Folgen für die Ernährungssituation.

Ein Poster zeigt, welche Rechte die BaAka haben

Plakate klären die BaAka und Sangha-Sangha über ihre Rechte auf

Menschenrechte

Der Zerrüttung der eigenen Kultur haben die indigenen Völker des Landes wenig entgegenzusetzen, zumal es ihnen schwer gemacht wird, einen Platz in der modernen Gesellschaft zu finden. Sie erfahren nicht nur Diskriminierung beim Zugang zu Schulbildung, auch Menschen- und Bürgerrechte werden ihnen vom Staat und der Bevölkerungsmehrheit der Bantu nur bedingt zugestanden.

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"Ich kämpfe für die Rechte der BaAka"

"Die BaAka kennen ihre Rechte nicht. Deswegen bin ich hier." (Martial Yvon Amolet, Rechtsanwalt)

Martial Yvon Amolet hat sein Büro in Bayanga und kümmert sich um die Rechte der Indigenen der Gegend. Wann immer diese wegen ihrer Herkunft Probleme haben, können sie sich an ihn wenden. Dabei geht es oft um Alltagsdinge, aber auch um Gewalt gegen Angehörige der BaAka-Minderheit. Finanziert wird der Anwalt mit WWF-Geldern. Die Regierung in Bangui hat nicht die Mittel und auch kein Interesse daran. Nicht anders ist es mit der medizinischen Versorgung.

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Die Regenwaldklinik

Gesundheitskrise

Gesundheit ist ebenfalls ein Menschenrecht und gerade die medizinische Versorgung der Menschen tief im Regenwald ist schwierig. Krankenhäuser, die sie sich leisten und gut erreichen können, gibt es nicht.

"Diskriminierung der BaAka und Sangha-Sangha heißt auch, dass es für sie so gut wie keine medizinische Versorgung gibt." (Emilia Bylicka, Ärztin)

Die BaAka und Sangha-Sangha leiden unter Mangel- und Fehlernährung, die Kindersterblichkeit ist hoch, vor allem wegen der grassierenden Malaria. Daneben leiden viele Kinder unter Parasitenbefall. Auch Tuberkulose fordert viele Menschenleben. Im Urwalddorf Monasao ist die einzige Klinik weit und breit. Deren Mitarbeiter sind oft tagelang unterwegs, um auch Patienten in abgelegenen Urwalddörfern zu erreichen.

Dennoch sterben viele Kinder noch vor dem fünften Lebensjahr.

Hoffnungsschimmer fürs Land

Aktivisten der BaAka und Sangha-Sangha haben gemeinsam mit dem WWF in den letzten Jahren eine Waldschule gegründet. Sie soll den Jugendlichen der eigenen Völker die traditionelle Lebensweise wieder nahebringen. Die Gruppe dreht Videos über ihr Leben, macht Theaterstücke und ist mittlerweile auch über die Grenze nach Kamerun zu den dortigen indigenen Volksgruppen vernetzt.

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Waldschule: Wissen und Traditionen erhalten

Es gehört viel Mut dazu, sich in einem zerrütteten Staat wie der Zentralafrikanischen Republik für diejenigen einzusetzen, die nicht gehört werden, seien es Menschen oder Tiere oder der Wald selbst. Dank Martial Yvon Amolet, Emilia Bylicka und Luis Arranz gibt es Hoffnung, dass die BaAka auch künftig ein eigenständiges Volk mit reichem traditionellem Wissen sein werden und die Elefanten auch in der Zukunft noch über die Dzanga Bai ziehen.

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Den Geist des Regenwaldes beschwören, um ihn zu schützen

 

Haftungsausschluss

Es gibt Vorwürfe gegen den World Wide Fund for Nature (WWF), dass es in Projektgebieten in Asien und Afrika zu Menschenrechtsverletzungen gekommen sein soll. Menschenrechtsaspekte haben in einigen Projekten des WWF bisher zu wenig Beachtung gefunden. Das ist das Ergebnis einer externen Untersuchung durch die Beratungsfirma Löning – Human Rights & Responsible Business vom Mai 2019. Um die Vorwürfe aufzuklären, hat WWF International eine britische Anwaltskanzlei beauftragt. 

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