NASA-Astronaut John Young gestorben | Aktuell Amerika | DW | 06.01.2018
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Raumfahrt

NASA-Astronaut John Young gestorben

Astronauten, die den Mond betreten haben, schwärmen danach von den eigentlich unbeschreiblichen Eindrücken. John Young, der bei der NASA Rekorde aufstellte, machte es lakonischer: "Der Mond ist ein netter Platz."

US-Astronaut John Young, der als erster Mensch sechs Raumflüge absolvierte, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte, starb er an den Folgen einer Lungenentzündung. Die NASA und die Welt hätten einen der frühen Raumfahrt-Pioniere verloren, teilte Robert Lightfoot für die NASA mit.

Furchtloser Patriot

Nach seinen sechs Flügen ins Weltall war Young erst im Jahr 2004 in den Ruhestand gegangen. Er hatte als einziger US-Astronaut an allen drei Weltraumprogrammen der NASA, und zwar an Gemini, Apollo sowie Spaceshuttle, teilgenommen. Als Kommandant von "Apollo 16" verbrachte Young im April 1972 drei Nächte auf der Mondoberfläche. "Der Mond ist ein netter Platz", beschrieb der Astronaut lakonisch seinen Aufenthalt.

USA John Young (1972) (picture-alliance/AP Photo/NASA/C. M. Duke Jr.)

Salut vor der Flagge: Young im April 1972 als Teil der Apollo 16-Mission

Young, der am Georgia Institute of Technology studiert und anschließend als Testpilot für die US-Navy gearbeitet hatte, war der neunte Mensch überhaupt, der seinen Fuß auf den Mond setzte. Als er nach 42 Jahren seinen Dienst bei der US-Weltraumbehörde quittierte, nannte ihn sein Arbeitgeber "unseren erfahrensten Astronauten überhaupt". Der frühere US-Präsident George W. Bush teilte nun mit: "John war mehr als ein guter Freund." Er bezeichnete den Astronauten als furchtlosen Patrioten.

ml/se (dpa, ape, rtre)

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