Moldauische Kommunisten verbieten Fächerbezeichnung "Rumänische Sprache und Literatur"
1. Februar 2002Bukarest, 1.2.2002, 505 GMT, RADIO RUMÄNIEN, rumän.
Der moldauische Premier Vasile Tarlev (Partei der Kommunisten – MD) hat gestern die Fächerbezeichnung "Rumänische Sprache und Literatur" an Bildungseinrichtungen der Republik Moldau verboten. Tarlev forderte die Einhaltung der Verfassung, der zufolge die "Moldauische Sprache" Staatssprache ist.
Unterdessen hat der (moldauische – MD) Bildungsminister, der die Anordnung über die Einführung von Russisch als Pflichtfach an Schulen unterschrieben hatte, die Führung der Republik Moldau aufgefordert, sie solle seinen Beschluss aussetzen oder aufheben. Der Minister reagierte damit auf einen Bericht des Bürgermeisters der Hauptstadt Chisinau, dem zufolge es an Schulen zu interethnischen Spannungen sowohl zwischen Schülern als auch zwischen Lehrern gekommen ist. Wie unser Korrespondent berichtet, ist (Bildungs-)Minister (Ilie –MD) Vancea bereit, seine Anordnung zurückzunehmen, doch brauche er dafür die Unterstützung der Mehrheit. Der Minister hat durchblicken lassen, dass er mit "Mehrheit" die Mehrheit im Parlament meint. (Im moldauischen Parlament verfügen die Kommunisten über die Mehrheit – MD) (me)