Mindestens 27 Tote bei Selbstmordanschlag auf Militärbasis in Chost | Aktuell Asien | DW | 23.11.2018
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Afghanistan

Mindestens 27 Tote bei Selbstmordanschlag auf Militärbasis in Chost

Es war wie so oft eine Attacke während des Freitagsgebets. Viel deutet auf eine Verantwortung der Taliban hin. Diesen gelingt es in letzter Zeit immer besser, Kämpfer in Afghanistans Armee und Polizei einzuschleusen.

Bei einem Selbstmordanschlag in einer Militärbasis in Ostafghanistan sind mindestens 27 Soldaten getötet worden. Der Attentäter, der eine Armee-Uniform getragen haben soll, habe sich während des Freitagsgebets in der Moschee der Militärbasis in der Provinzhauptstadt Chost in die Luft gesprengt, teilte ein Militärsprecher mit. Mindestens 30 weitere Soldaten seien verwundet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand.

Erst in der vergangenen Woche starben bei einem Angriff in der westafghanischen Provinz Farah mindestens 38 Sicherheitskräfte. Ein oder mehrere Polizisten oder Soldaten hätten im Gebiet Farah Rod in einer gemeinsamen Basis von Militär und Polizei das Feuer auf die eigenen Kameraden eröffnet, hieß es. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Nur noch Hälfte aller Bezirke unter Regierungskontrolle 

Die afghanischen Sicherheitskräfte haben seit Monaten massive Schwierigkeiten, Angriffen der radikalislamischen Kämpfer standzuhalten. Im November überfielen die Taliban mehrere Militärbasen im ganzen Land und töteten Dutzende Sicherheitskräfte. Zudem gelingt es ihnen offenbar wieder vermehrt, eigene Leute in die Sicherheitskräfte einzuschleusen. In den vergangenen Wochen stieg denn auch die Zahl der Angriffe auf eigene Kameraden. Die Regierung kontrolliert nach Militärangaben nur noch etwas mehr als die Hälfte aller Bezirke in Afghanistan. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 2015.

sti/qu (afp, ap, dpa, rtr)

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