Milliardenhilfe für zerstörtes Mosambik | Aktuell Afrika | DW | 03.06.2019
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Katastrophen

Milliardenhilfe für zerstörtes Mosambik

Nach den Zyklonen "Idai" und "Kenneth" sind noch immer weite Teile Mosambiks verwüstet. Internationale Institutionen wollen mehr als eine Milliarde Euro für den Wiederaufbau bereitstellen. Reichen wird das wohl nicht.

Mosambik Zyklon Kenneth Verwüstungen (picture-alliance/AP Photo/S. Abreu)

Diese Luftaufnahme vom 27. April zeigt durch den Wirbelsturm "Kenneth" zerstörte Häuser auf der Insel Ibo vor Mosambik

Auf einer Geberkonferenz in der von den Stürmen besonders stark betroffenen mosambikanischen Hafenstadt Beira einigten sich die teilnehmenden Institutionen auf Wiederaufbauhilfen in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar - umgerechnet 1,07 Milliarden Euro.

Den Vereinten Nationen zufolge wird diese Summe jedoch nicht genügen, um dem südostafrikanischen Land über die durch die Zyklone verursachten Zerstörungen hinwegzuhelfen.

Insgesamt seien 3,2 Milliarden Dollar nötig, heißt es in einer Mitteilung des UN-Entwicklungsprogramms UNDP. Das sei das Ergebnis eines Gutachtens, das die mosambikanische Regierung nach den Wirbelstürmen mit Unterstützung der Europäischen Union, der Weltbank und anderer Institutionen erstellt habe.

Zwei Millionen Menschen betroffen

Im März und April hatten die Wirbelstürme "Idai" und "Kenneth" große Gebiete im Norden und im Zentrum Mosambiks zerstört. Mehr als zwei Millionen Menschen sind von den Folgen der Stürme betroffen. Rund 650 Personen kamen ums Leben.

Die UNDP-Regionaldirektorin für Afrika, Noura Hamladji, sagte, beim Wiederaufbau müsse Mosambiks Anfälligkeit für klimabedingte Katastrophen mitgedacht werden. "Diese Zyklone waren leider kein einmaliges Ereignis. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Katastrophen sich in Zukunft mehrfach wiederholen, ist sehr hoch."

hk/kle (afp, UNDP)

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