Marokkaner gedenken ermordeter Touristinnen | Aktuell Afrika | DW | 22.12.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Terrorismus

Marokkaner gedenken ermordeter Touristinnen

Mit Mahnwachen und Schweigeminuten haben in mehreren Städten Marokkos hunderte Menschen um die beiden getöteten skandinavischen Studentinnen getrauert. "Der Terrorismus hat keine Religion" stand auf einem Transparent.

Marokko Rabat Mahnwachen nach Mord an Studentinnen (picture-alliance/AP Photo/M. Elshamy)

Vor der dänischen Botschaft in Rabat

In der marokkanischen Hauptstadt Rabat versammelten sich mehrere hundert Menschen vor den Botschaften von Dänemark und Norwegen. Sie legten Blumen nieder und zeigten rote Schals auf denen "Nein zum Terrorismus" stand. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer 28-jährigen norwegischen Freundin waren am Montag in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges entdeckt worden. Die beiden hatten in einem bei Wanderern beliebten Gebiet am Fuß des Berges Toubkal ihr Zelt aufgeschlagen.

Marokko Rabat Mahnwachen nach Mord an Studentinnen (picture-alliance/dpa/A. Bennis)

"Nein zum Terrorismus" heißt es auf den roten Schals der Demonstranten

Eine der jungen Frauen wurde nach Angaben aus Ermittlerkreisen enthauptet. Im Zusammenhang mit dem brutalen Mord nahmen Sicherheitskräfte in mehreren marokkanischen Städten insgesamt 13 Verdächtige fest, die Hauptverdächtigen wurden in Marrakesch gefasst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben einige von ihnen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die Treue geschworen. Ermittler gehen deshalb davon aus, dass der Doppelmord einen terroristischen Hintergrund hat.

"Der Terrorismus hat weder eine Religion noch eine Nationalität", stand auf einem Transparent von Trauernden in Rabat. Im südmarokkanischen Imlil, wo die beiden Opfer gefunden worden waren, kamen Menschen zu einer Schweigeminute zusammen. "Wir verurteilen dieses abscheuliche Verbrechen und sprechen den Angehörigen unsere tiefe Anteilnahme aus", hieß es auf einem ihrer Spruchbänder. In Marrakesch legten Bewohner zum Gedenken Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

se/AR (afp, ap, dpa)

Die Redaktion empfiehlt