Maduro lässt Militärs defilieren | Aktuell Amerika | DW | 05.07.2019
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Venezuela

Maduro lässt Militärs defilieren

Zum Unabhängigkeitstag Venezuelas hat der amtierende Staatschef Maduro das Militär aufmarschieren lassen. Der selbst ernannte Interimspräsident Guaidó führte eine Gegenkundgebung an.

Nicolás Maduro (Artikelbild) erklärte bei der Eröffnung der Militärparade in der Hauptstadt Caracas, er erwarte in der kommenden Woche "gute Nachrichten" von den Gesprächen mit Oppositionsvertretern in Norwegen. "Wir müssen alle nachgeben, um Vereinbarungen zu erreichen", mahnte der Präsident. Gleichzeitig ordnete er für den 24. Juli ein Militärmanöver an, um die Verteidigung von Venezuelas Grenzen zu sichern.

Die Opposition beharrt auf ihren Forderungen

Der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó sagte auf einer Oppositionsdemonstration, er befürworte die Gespräche in Norwegen. Der Regierung Maduros müsse ein Ende gesetzt werden, es müsse außerdem eine Übergangsregierung und freie Wahlen geben. An Initiativen, die nur Maduro Zeit gewinnen ließen, werde er nicht teilnehmen.

Die von Guaidó angeführten Kundgebungsteilnehmer versuchten in Caracas bis zum Hauptquartier des militärischen Sicherheitsdienstes zu gelangen. Dieser wird für den Tod des Marineoffiziers Rafael Acosta Ende Juni verantwortlich gemacht. Sicherheitskräfte blockierten jedoch den Marsch der Opposition.

Vereinten Nationen in Sorge

Die oberste Menschenrechtswächterin der Vereinten Nationen prangert unterdessen Folter in Venezuela an. In den Internierungslagern mit willkürlich Verhafteten gebe es Anzeichen für systematische Folter, sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf. Der venezolanische Vize-Außenminister William Castillo wies alle Vorwürfe zurück.

haz/wa (dpa, afp, rtr)

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