Kritisch, unerwünscht, ausgebürgert: Künstler in der DDR | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 04.11.2019
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Kultur

Kritisch, unerwünscht, ausgebürgert: Künstler in der DDR

Nach seinem Konzert im November 1976 in Köln wird Liedermacher Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert. Eine Protestwelle folgt. Viele weitere Künstler müssen oder wollen die DDR verlassen.

Deutschland im Kalten Krieg: Nach 11 Jahren Auftrittsverbot in seinem Land gibt der DDR-Liedermacher Wolf Biermann am 13. November 1976 ein Konzert in der Kölner Sporthalle - in Westdeutschland. Drei Tage später erfährt er aus dem Radio, dass sein Land, die DDR, ihn ausgebürgert hat. Eine Welle von Protesten folgt: Unbekannte DDR-Bürger überall im Land verteilen Flugblätter oder initiieren Protestaktionen. Prominente DDR-Künstler rufen die Staatsführung dazu auf, die Ausbürgerung zurückzunehmen. Doch die bleibt hart. In den nächsten Monaten werden zahlreiche Künstler und Intellektuelle verhaftet, im Anschluss müssen oder wollen viele von ihnen die DDR verlassen. Mit Wolf Biermanns Ausbürgerung beginnt ein Prozess, der 13 Jahre später die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland zum Einsturz bringen wird.