Corona-Live-Ticker vom 16. März: Maßnahmen, die es so noch nie gab | Aktuell Welt | DW | 16.03.2020
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Corona-Pandemie

Corona-Live-Ticker vom 16. März: Maßnahmen, die es so noch nie gab

Soziale Kontakte verringern, das wirtschaftliche Leben aber aufrecht erhalten: Mit drastischen Schritten soll die Zunahme der Infektionen verlangsamt werden, erklärte Kanzlerin Merkel. Einzelheiten im Liveblog.

Video ansehen 17:59

Merkel kündigt beispiellose Maßnahmen gegen Coronavirus an

Alle Zeiten in MEZ

21.12 Uhr - Die US-Börsen haben wegen der Coronavirus-Pandemie erneut einen schwarzen Tag erlebt. An der New Yorker Wall Street brach der Leitindex Dow Jones um knapp 13 Prozent ein und endete bei rund 20.188 Punkten. Das war der stärkste Rückgang seit dem schwarzen Montag vom Oktober 1987. Der Technologie-Index Nasdaq verlor mehr als zwölf Prozent.

21.05 Uhr - Die Zahl der Toten durch das Coronavirus ist in Frankreich auf 148 gestiegen. Die Behörden melden 6633 Infektionen, das sind über 20 Prozent mehr als 24 Stunden zuvor.

Vor 21 Uhr 

20.57 Uhr - Die Eurogruppe will alles Notwendige tun, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bekämpfen. Die Zusagen der europäischen Länder hätten keine Obergrenze, hieß es nach einem Treffen der Euro-Finanzminister. Ressortchef Olaf Scholz sagt, die Beschlüsse der Eurogruppe machten Europa stärker und würden helfen, dass Europa gut aus dieser Krise herauskomme. 

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Corona-Krise trifft deutsche Wirtschaft

20.33 Uhr - Präsident Donald Trump hat alle US-Bürger aufgerufen, Gruppen von mehr als zehn Menschen zu meiden. Das sei nötig, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Trump im Weißen Haus. Die Menschen sollten zudem weitgehend auf Reisen verzichten. Die neuen Richtlinien würden bis Juli, August wohl gelten, vielleicht aber auch länger.

USA Washington Weißes Haus | Coronavirus | Donald Trump, Präsident (Reuters/L. Millis)

Donald Trump schließt nicht aus, dass die US-Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise in die Rezession rutschen könnte

20.28 Uhr - Die Bundesregierung wird nach den Worten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier notfalls Schulden machen, um die Pandemie zu bewältigen.

20.19 Uhr - Die G7-Staaten haben im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ein rigoroses gemeinsames Vorgehen angekündigt. Die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen versprachen auch ein entschiedenes Vorgehen gegen die wirtschaftliche Folgen der Pandemie. 

20.09 Uhr - Frankreich schränkt die Bewegungsfreiheit seiner Bürger ebenfalls stark ein. Die
Menschen dürften ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Präsident Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache. "Wir sind im Krieg", sagte er.

Vor 20.00 Uhr 

19.45 Uhr - Auch die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter: Bis Montagabend registrierte das Robert-Koch-Institut 6012 Infizierte - und damit 1174 Fälle mehr als am Vortag. Hinzu kommen 13 Todesfälle. Das RKI hatte bis Sonntagabend 4838 bestätigte Infektionen und zwölf Todesfälle gezählt. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität geht dagegen bereits von mehr als 7100 bestätigten Infektionen in Deutschland aus. Der britische Premier Boris Johnson rief alle Menschen in Großbritannien auf, unnötige soziale Kontakte, Pubs und Reisen zu meiden - Schulen und Universitäten sind noch geöffnet.

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Johnson: Unnötige Kontakte und Reisen einstellen

   

19.24 Uhr - In Italien ist die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus wieder stark gestiegen. Binnen 24 Stunden starben weitere 349 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, wie die Gesundheitshörden mitteilten. Damit starben in Italien bereits 2158 Menschen an dem Virus. Die Behörden registrierten 3200 neue Fälle, womit die Gesamtzahl der Infizierten inzwischen bei knapp 28.000 liegt. 

19.20 Uhr - Auch Kanada erlässt ein Einreiseverbot für Ausländer. Ausgenommen sind US-Amerikaner, wie Ministerpräsident Justin Trudeau mitteilte. Er rief seine Landsleute im Ausland zur sofortigen Heimreise auf. Gerade Heimkehrer müssten sich in freiwillige Isolation begeben, so Trudeau. Kanada und die USA teilen sich eine Tausende Kilometer lange Grenze und sind wirtschaftlich eng verflochten.

19.15 Uhr - In den USA haben erste klinische Tests für einen neuen Coronavirus-Impfstoff begonnen. Der Wirkstoff heißt mRNA-1273 und wurde von Wissenschaftlern des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten und dem US-Biotech-Unternehmen Moderna entwickelt. Derzeit gibt es weltweit keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslöst. Der klinische Versuch findet in Seattle im US-Bundesstaat Washington statt. Er soll rund sechs Wochen dauern und an 45 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren vorgenommen werden. Für eine Zulassung des Wirkstoffs wären noch eine Reihe weiterer Versuche nötig. Das könnte Schätzungen zufolge mindestens ein Jahr dauern.
 
Vor 19.00 Uhr

18.30 Uhr - Nach Berichten über ein Kaufangebot der USA soll das deutsche Pharmaunternehmen CureVac jetzt bis zu 80 Millionen Euro an Krediten von der EU erhalten. Wie die EU-Kommission mitteilte, soll die finanzielle Unterstützung über ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank erfolgen. Das Tübinger Unternehmen hat bereits ein Entwicklungsprogramm zu einem Impfstoff gegen COVID-19 laufen und will klinische Tests im Juni starten.

18.07 Uhr - Die Kanzlerin teilte mit, dass die EU-Kommission ein Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger für 30 Tage erlassen hat.

18.00 Uhr- Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt in Berlin vor die Presse, um Beschlüsse zu erläutern, die zuvor mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer vereinbart worden waren. Diese Maßnahmen sollen das "Infektionsgeschehen", wie Merkel es nannte, verlangsamen. Dazu seien einschneidende Maßnahmen im öffentlichen Leben notwendig, sagte sie. "Das sind Maßnahmen, die es so in unserem Lande noch nicht gegeben hat." Ziel sei, soziale Kontakte zu verringern. Das wirtschaftliche Leben, die Energieversorgung und die medizinische Versorgung sollten aber aufrecht erhalten werden. Auch gehe es darum, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.

Geschlossen werden unter anderem Gaststätten, Kinos, Theater, Freizeit- und Tierparks sowie Bordelle. Der Sportbetrieb in sämtlichen Einrichtungen wird ebenfalls gestoppt.

Es soll keine Urlaubsreisen für Deutsche ins In- und Ausland geben, kündigte Merkel weiter an.

Maßnahmen wie auch Spielplatzschließungen werden und können kontrolliert werden, so Merkel. "Ich setze aber auch darauf, dass es ein Einsehen bei den Bürgern gibt."

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