Kommentar: So wird der BVB Meister | Sport | DW | 08.12.2018
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Meinung

Kommentar: So wird der BVB Meister

Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund lässt sich auch im Revierderby nicht stoppen. Der BVB zeigt auf Schalke die Qualitäten, die nötig sind, um auch am Ende der Saison ganz oben zu stehen, meint Stefan Nestler.

Die zweite Jahreshälfte 2018 im deutschen Fußball gehört ganz eindeutig Borussia Dortmund. 14 ihrer 17 Spiele der Bundesliga-Hinrunde haben die Schwarzgelben gespielt, und ihre Weste ist immer noch weiß: Elf Siege, drei Unentschieden, keine Niederlage. Die BVB-Offensive läuft wie geschmiert und ist die beste der Liga: 39 Treffer haben Paco Alcacer, Marco Reus und Co. bisher erzielt, das sind rund 2,8 pro Partie. 16 verschiedene BVB-Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, Bundesliga-Rekord nach 14 Spieltagen. Hinten ließen die Dortmunder gerade mal 14 Gegentreffer zu, nur RB Leipzig kassierte einen weniger. Trainer Lucien Favre hat innerhalb eines halben Jahres ein homogenes Topteam geformt, dem die Herbstmeisterschaft so gut wie sicher ist - und das auch am Ende ganz oben stehen kann.

Nach drei Jahren wieder ein Derbysieg

Es passt zum Gesamtbild, dass der BVB an diesem Wochenende seinen ersten Revierderby-Sieg seit drei Jahren eingefahren hat - und das nicht im heimischen Stadion, sondern im Hexenkessel auf Schalke. Zugegeben, die Königsblauen, im vergangenen Jahr noch Vizemeister, sind augenblicklich nicht der Gradmesser für die Form der Topklubs. Viel zu harmlos sind die Schalker in der Offensive. Und doch ist ein Revierderby eben kein gewöhnliches Spiel. Es geht um ungeheuer viel Prestige, die Stimmung rund um die Partie ist aufgeheizt. Nicht selten überträgt sich das auf die Spieler.

Immer cool geblieben

DW Kommentarbild Stefan Nestler

Stefan Nestler, DW Sport

Doch die Dortmunder blieben - im Gegensatz zu einigen aufbrausenden Schalkern - in jeder Phase des Derbys cool. Von Beginn an dominierten sie das Spiel und gingen folgerichtig schon früh in Führung. Den einzigen Vorwurf, den sich der BVB gefallen lassen muss, ist der, das 2:0 nicht nachgelegt zu haben. Wie gefestigt die junge Mannschaft von Trainer Favre inzwischen ist, zeigte sich jedoch nach dem aus ihrer Sicht unnötigen und ärgerlichen Ausgleich der Schalker per Elfmeter. Der Gegentreffer brachte den BVB nicht aus der Fassung. Er legte einfach wieder einen Gang zu und entschied mit seinem zweiten Treffer das Spiel.

Es war keine Galavorstellung der Dortmunder, aber ein absolut verdienter Sieg. Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss. So machen das Spitzenmannschaften. So war man es in den vergangenen Spielzeiten von Rekordmeister FC Bayern gewohnt. So wird der BVB Meister.

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