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Kerry und Steinmeier beraten über Syrien-Krieg

20. September 2015

Die internationalen Bemühungen zur Lösung der Syrien-Krise werden konkreter: Nach den Gesprächen der USA mit Russland treffen sich Bundesaußenminister Steinmeier und sein US-Kollege Kerry, um über die Krise zu sprechen.

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Frank-Walter Steinmeier (links) während eines Besuchs bei John Kerry in Washington im März 2015 (Bild: Reuters)
Frank-Walter Steinmeier (links) während eines Besuchs bei John Kerry in Washington im März 2015Bild: Reuters/Y. Gripas

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein US-amerikanischer Amtskollege John Kerry beraten in Berlin über den Syrien-Konflikt. Vor dem Treffen am Nachmittag lobte Steinmeier die neue Dialogbereitschaft zwischen Russland und den USA. Damit komme in die Syrien-Krise endlich wieder Bewegung, sagte er der "Bild am Sonntag". Steinmeier sagte weiter: "Ich begrüße, dass Washington und Moskau nicht übereinander, sondern wieder miteinander über die Lage in Syrien reden und sich dabei auch über militärische Fragen austauschen wollen."

Kerry hatte bei Gesprächen in London die Möglichkeit einer militärischen Kooperation Washingtons mit Moskau im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) angedeutet. Allerdings gibt es weiter erhebliche Differenzen: Russland unterstützt den Präsidenten und hat den Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen. Es stockte nach US-Angaben kürzlich seine Militärpräsenz in Syrien auf. Die USA lehnen eine Zusammenarbeit mit Assad ab. Sie bekämpfen den IS in Syrien und im Irak mit Luftangriffen, schließen den Einsatz von Bodentruppen aber aus.

Auch Flüchtlingskrise ist Thema

Die USA stehen zudem international in der Kritik, weil sie im Vergleich zu europäischen Verbündeten wie Deutschland nur einen geringen Bruchteil der syrischen Flüchtlinge aufnehmen wollen. Der Umgang mit Schutzsuchenden ist auch ein Thema des Treffens zwischen Steinmeier und Kerry. Die beiden Außenminister hatten sich zuletzt im Rahmen internationaler Verhandlungen um das iranische Atomprogramm Mitte Juli in Wien getroffen. In Berlin war Kerry, der dort einige Zeit als Kind gelebt hatte, zuletzt im vergangenen Herbst zum 25. Jahrestag des Mauerfalls.

Ba/ml (dpa/rtr)