John Lennon: Ein Leben in Liedern | Musik | DW | 09.10.2015
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Musik

John Lennon: Ein Leben in Liedern

John Lennon wäre am 9. Oktober 75 geworden. Seine Musik hatte tiefe Auswirkungen auf die Entwicklung der Pop-Kultur. Ein Rückblick auf sein Leben in elf vielsagenden Songtiteln und Bildern.

Es war kein schöner Anfang. Lennon wurde zu Kriegszeiten 1940 in Liverpool geboren, seine Eltern – Julia und Alfred Lennon – trennten sich schnell. Sein Vater, ein Matrose in der Handelsmarine, kehrte mit der Intention zurück, den jungen John mit nach Neuseeland zu nehmen, so musste sich Lennon zwischen Vater und Mutter entscheiden – er entschied sich für seine Mutter.

Julia hatte einen großen Einfluss auf sein Leben – sie zeigte ihm die bahnbrechende Musik von Fats Domino und Elvis Presley; und brachte ihm das Banjo spielen bei. Jedoch hatten die beiden eine angespannte Beziehung zueinander und Lennon wuchs bei seiner Tante, Mimi Smith, auf. Er verlor den Kontakt zu seinem Vater und seine Mutter starb 1958, nachdem sie von einem Auto erfasst wurde.

Ein neuer Beat

Lennon gründete 1956 seine erste Band, The Quarrymen, als er 15 Jahre alt war. Diese war der Beginn der wohl größten Rock-Gruppe aller Zeiten: The Beatles. Paul McCartney und George Harrison wurden Mitglied, neben Stuart Sutcliffe als Bassist und Pete Best am Schlagzeug. Sutcliffe verließ die Beatles jedoch als die Band in Deutschland war (und blieb in Hamburg nachdem er sich in die deutsche Fotografin Astrid Kirchherr verliebte.) Pete Best wurde später von Ringo Starr ersetzt.

Wenige Karrieren ähneln der der Beatles. Aus völliger Finsternis im Jahr 1960 wurden sie in den folgenden drei Jahren als die nächste große Nummer angepriesen – und dieser Ankündigung wurden die Beatles mit einer alleserobernden Tour durch die Vereinigten Staaten 1964 gerecht. Gemeldete 34 Prozent der gesamten US-Bevölkerung erlebten die Performance in der “Ed Sullivan Show” im gleichen Jahr.

Die Beatles dominierten die Sechziger sowohl kulturell als auch musikalisch, mit der Veröffentlichung von wegweisenden Alben wie beispielsweise “A Hard Day's Night” (1964), “Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club” (1967) und “Abbey Road” (1969). Insgesamt veröffentlichte die Band zwölf Alben in nur acht Jahren. Sie bleiben die bestverkaufendste Band der Musikgeschichte, mit einer Gesamtzahl von rund einer Milliarde verkaufter Alben weltweit.

Doch trotz des Erfolgs tauchten erste Risse auf. Frustriert durch die Hysterie der Öffentlichkeit hörte die Band Mitte der Sechziger auf live zu spielen. Die Hauptkomponisten und Textdichter McCartney und Lennon wurden zunehmend öffentlich konkurrierend. Lennons Beziehung mit der japanischen Künstlerin Yoko Ono bewies sich ebenfalls als spaltend. Während der Aufnahmen zu „Let It Be“ im Jahre 1969 kochte der Frust über. Im darauffolgenden Jahr lösten sich die Beatles auf.

Working class hero

Lennon genoss anschließend eine erfolgreiche Solokarriere, seine Lieder bekamen einen mehr politischen und sozialen Ton. Lieder wie “Working Class Hero” griffen auf seine rohen Wurzeln aus Liverpool zurück und schüttelten den Glanz der Beatles langsam ab. 1971 veröffentlichte er den Song, der seine Karriere bestimmte: “Imagine”.

Im Jahr 1980 kehrte Lennon mit seinem Album “Double Fantasy” nach einer fünfjährigen Auszeit zurück. Als seine erste Single nach der Rückkehr entschied sich Lennon für “(Just Like) Starting Over”. Am 8. Dezember 1980 bat ihn ein junger Mann um ein Autogramm für seine Kopie von “Double Fantasy” vor Lennons Apartment in New York. Stunden später kehrte der Mann zurück – und schoss vier Mal auf Lennon. Der Mörder, Mark Chapman, sitzt bis heute in einem US-Gefängnis.

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