Japan erinnert an Atombombenabwurf vor 73 Jahren | Aktuell Welt | DW | 06.08.2018
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Aufruf zum Frieden

Japan erinnert an Atombombenabwurf vor 73 Jahren

Die Menschen in Hiroshima haben des US-Atombombenangriffs auf die japanische Großstadt im August 1945 gedacht. Im Zentrum des Gedenkens stand eine Schweigeminute und ein Appell zur atomaren Abrüstung.

Bei der zentralen Gedenkzeremonie an diesem Montag rief Bürgermeister Kazumi Matsui sein Land dazu auf, eine führende Rolle in der internationalen Gemeinschaft einzunehmen, um durch "Dialog und Kooperation eine Welt ohne Atomwaffen" zu schaffen.

Zehntausende starben sofort

Am 6. August 1945 hatte die Besatzung des US-Bombers "Enola Gay" über der japanischen Großstadt die erste jemals im Krieg eingesetzte Atombombe abgeworfen. Zehntausende Bewohner kamen bei der Explosion direkt um. Insgesamt starben bis Ende 1945 schätzungsweise 140.000 Menschen an den Folgen der radioaktiven Verseuchung.

Drei Tage nach Hiroshima warfen die Amerikaner eine zweite Atombombe über Nagasaki ab. Kurz danach kapitulierte das japanische Kaiserreich. Die genaue Opferzahl der beiden Atombombenabwürfe wird sich nie genau ermitteln lassen, weil viele Menschen erst an den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung starben.

Die USA mit ihrem atomaren Schutzschild sind heute Japans wichtigster Sicherheitspartner. Hiroshima ist ein weltweites Symbol für die Grausamkeit des Krieges und zugleich eine dauernde Mahnung für den Frieden. An den Abwurf der Atombombe erinnert der Friedenspark mit der ausgebrannten Kuppel einer Ausstellungshalle. Heute ist die Stadt im Südwesten des Landes eine Metropole mit etwa 1,1 Millionen Einwohnern.

haz/ie (dpa, ap)

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