Erinnerung an Nagasaki, 9. August 1945 | Aktuell Asien | DW | 09.08.2016
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Aktuell Asien

Erinnerung an Nagasaki, 9. August 1945

Noch heute sterben Menschen in Japan an Spätfolgen radioaktiver Strahlung. In Nagasaki wurde an die Opfer des Atombombenabwurfs vor 71 Jahren erinnert. In Zeiten, in denen Japan über die pazifistische Haltung debattiert.

Die Menschen in Japan haben der Opfer des Atombombenabwurfs auf die Stadt Nagasaki durch die US-Luftwaffe vor 71 Jahren gedacht. Die Amerikaner hatten am 9. August 1945 eine Atombombe auf die Großstadt abgeworfen, nachdem erst drei Tage zuvor Hiroshima durch eine Atombombe mit geringerer Sprengkraft verwüstet worden war.

Allein in Nagasaki wurden etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75.000 weitere verletzt. Unter dem Eindruck der Zerstörungen kapitulierte das Kaiserreich Japan am 15. August 1945. Hiroshima und Nagasaki, die beiden verwüsteten Städte, wurden in der Folgezeit weltweit als Symbol für den Frieden bekannt.

Der Pazifismus der Verfassung

In Hiroshima starben nach dem Flug des US-Bombers Enola Gay schätzungsweise 140.000 Menschen, mehr als die Hälfte sofort.

Nagasaki Gedenken an die Opfer der Atombombe Japan

Bei der Gedenkfeier in Nagasaki steigen Luftballons in Form weißer Tauben in den Himmel

Bürgermeister Kazumi Matsui ermahnte Premierminister Shinzo Abe, eine atomwaffenfreie Welt werde "den edlen Pazifismus der japanischen Verfassung" zum Ausdruck bringen. Abe hatte nach dem deutlichen Wahlsieg des rechtskonservativen Regierungslagers im Juli angekündigt, die pazifistische Verfassung ändern zu wollen. Diese verhindert bisher unter anderem Auslandseinsätze japanischer Soldaten.

ml/cw (dpa, rtr)

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