Israel geht gegen ″Killerdrohnen″ vor | Aktuell Nahost | DW | 24.08.2019
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Nahost

Israel geht gegen "Killerdrohnen" vor

Die israelische Luftwaffe griff mehrere Ziele in Syrien an. Dabei ging es nicht um syrische Stellungen, sondern um Posten iranischer Streitkräfte. Sie sollen von Damaskus aus "Killerdrohnen" gestartet haben.

Der Militäreinsatz habe Einheiten der Al-Kuds-Brigade sowie schiitischen Milizen gegolten. Israelische Kampfjets hätten deren Stellungen bombardiert, hieß es in Tel Aviv und Jerusalem. Die Milizen hätten seit einigen Tagen an einem Plan gearbeitet, Ziele in Israel von Syriens Hauptstadt Damaskus aus mit bewaffneten Drohnen anzugreifen. Diese "Killerdrohnen" mit Sprengsätzen hätten Nordisrael treffen sollen. Die Drohnen würden wie Raketen funktionieren.

Scharfe Worte von Netanjahu 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte: "Der Iran genießt nirgendwo Immunität." Er fügte hinzu: "Wenn jemand aufsteht, um dich zu töten, töte ihn zuerst." Israel werde weiterhin gegen den Iran und seine Verbündeten vorgehen, um seine eigene Sicherheit zu gewährleisten.

Syrische Staatsmedien melden, Israels Luftwaffe sei nicht erfolgreich gewesen. Die syrische Luftabwehr habe feindliche Objekte über Damaskus abgefangen. "Die Mehrzahl der israelischen Raketen wurde zerstört, bevor sie ihre Ziele erreichen konnten", erklärte die syrische Armee. Augenzeugen berichteten, sie hätten Explosionen in der Luft gesehen und gehört.

Die israelische Armee greift immer wieder Ziele in dem benachbarten Bürgerkriegsland an. Die Bombardierungen richten sich Beobachtern zufolge gegen Kräfte, die mit dem Iran verbunden sind. Israel will verhindern, dass sich sein Erzfeind in Syrien militärisch etabliert.

Die Regierung in Teheran ist eng mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündet. Der Iran unterstützt zahlreiche Milizen, die im Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen kämpfen.

haz/nob (rtr, dpa)

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