Iran-Krieg: Trump will Regime "vollständig zerstören"
Veröffentlicht 13. März 2026Zuletzt aktualisiert 13. März 2026
"Wir zerstören das terroristische Regime des Iran vollständig - militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden. Die Vereinigten Staaten verfügten über "unvergleichliche Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit", betonte Trump.
Die Mitglieder der iranischen Führung bezeichnete der US-Präsident als "gestörte Dreckskerle". Es sei ihm eine "große Ehre", sie zu töten.
Trump hat bereits mehrfach erklärt, der Iran-Krieg könne bald enden. Allerdings dauern die Attacken des Iran und verbündeter Milizen auf Israel und andere Staaten der Nahost-Region nach wie vor an.
Bei einem Raketenangriff wurden in der Nacht zum Freitag Dutzende Menschen in Sarsir im Norden Israels verletzt, wie der Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte. Etliche Häuser in dem Ort in der Nähe von Nazareth wurden beschädigt.
Auch die Golfstaaten wurden wieder Ziel von Angriffen. Saudi-Arabien fing nach eigenen Angaben zahlreiche Drohnen ab. Im Oman kamen durch eine herabstürzende Drohne laut Medienberichten zwei Menschen ums Leben. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer eines abgeschossenen Flugkörpers ein Gebäude nahe des Finanzzentrums.
Frankreich verurteilt "inakzeptable" Attacke
Bei einem Angriff in der Kurdenregion Erbil im Nordirak wurde ein französischer Armeeangehöriger getötet. Die Attacke sei "inakzeptabel", erklärte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. "Der Krieg im Iran kann solche Angriffe nicht rechtfertigen", fügte er hinzu.
Die US-Streitkräfte verloren ein Tankflugzeug im Irak. Der Vorfall sei aber weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, unterstrich das Militärkommando Centcom. Vier Besatzungsmitglieder seien ums Leben gekommen. Eine vom Iran unterstützte Miliz behauptete hingegen, das Flugzeug abgeschossen zu haben.
Die NATO-Luftabwehr konnte eine weitere iranische Rakete eliminieren, wie das Verteidigungsministerium in Ankara bekanntgab. Das Geschoss sei vom Iran in Richtung Türkei abgeschossen worden.
Israel nimmt Infrastruktur ins Visier
Die israelische Armee startete derweil eine neue Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran. Dabei werde die Infrastruktur des "Terrorregimes" ins Visier genommen, teilte das Militär mit. Israel flog zudem wieder Angriffe auf Ziele im Libanon, um die dortige Hisbollah-Miliz zu schwächen. Bombardiert wurde auch die Srarieh-Brücke über den Litani-Fluss.
Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Irans zu zerstören, erklärte der amerikanische Energieminister Chris Wright auch mit Blick auf die Blockade der Straße von Hormus. Noch sei man nicht in der Lage, Tanker durch die Meerenge zu eskortieren, räumte er ein. Die US-Marine werde das jedoch relativ bald tun können, versicherte Wright.
USA lockern Sanktionen für Russland-Öl
Angesichts eines Ölpreises von rund 100 Dollar pro Barrel erteilte die Trump-Administration eine vorübergehende Genehmigung für den Kauf von russischem Öl. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten. Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können.
Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die Entscheidung Washingtons. "Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte Merz bei einem Besuch in Norwegen.
"Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew bei Telegram.
wa/pgr (dpa, afp, rtr)