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KonflikteNahost

US-Medien: Trump mit Konzept zu Iran-Abkommen unzufrieden

Veröffentlicht 31. Mai 2026Zuletzt aktualisiert 31. Mai 2026

US-Präsident Donald Trump will mehrere Punkte der geplanten Vereinbarung mit Iran für ein Ende des Kriegs nachbessern. Teheran wiederum pocht auf die Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen.

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USA Washington D.C. 2026 | Donald Trump im Weißen Haus (27.05.2026)
US-Präsident Trump: Irans Atomprogramm und die Straße von Hormus sind für ihn zwei Schwerpunkte in den VerhandlungenBild: Samuel Corum/CNP/ZUMA/IMAGO

Das amerikanische Nachrichtenportal "Axios" schreibt, US-Präsident Donald Trump habe Änderungen am Entwurf des Abkommens verlangt, auf den sich seine Vertrauensleute bereits mit den Unterhändlern aus Iran verständigt hatten. Insbesondere der geplante Umgang mit den iranischen Beständen hoch angereicherten Urans habe nicht den "Segen des Präsidenten gefunden", hieß es unter Berufung auf zwei US-Beamte.

Trump schickt Änderungen nach Teheran

"Axios" und auch die US-Zeitung "New York Times" berichten weiter, Trump habe einen neuen Rahmenentwurf mit "strengeren" Bedingungen zur Prüfung an Iran zurückgeschickt. Unklar ist, was genau der US-Präsident geändert haben möchte. 

Die geforderten Nachbesserungen könnten die Verhandlungen um weitere Tage verlängern. Seit dem 8. April gilt zwischen den USA und Iran eine brüchige Waffenruhe, um eben eine Vereinbarung für ein Ende des Kriegs in der Golfregion zu erreichen.

Trump hatte jüngst wiederholt betont, zu seinen Prioritäten für ein Abkommen gehöre, dass sich die Führung in Teheran dazu verpflichte, niemals Atomwaffen entwickeln zu lassen. Außerdem müsse die von Iran weitgehend blockierte Straße von Hormus wieder geöffnet werden.

Irans Chefunterhändler meldet sich zu Wort   

Auch die iranische Führung positionierte sich nochmals. Der Chefunterhändler bei den Verhandlungen mit den USA, Mohammed Bagher Ghalibaf, bekräftigte, man werde kein Abkommen zur Beendigung des ‌Konflikts akzeptieren, das die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht wahre. Ghalibaf äußerte sich laut staatlichen Medien nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident an diesem Sonntag.

Iran will Freigabe blockierter Auslandsvermögen

Die den einflussreichen Revolutionsgarden nahestehende iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, Iran habe wiederholt deutlich gemacht, dass vor jeder Einigung zunächst der Status der auf Auslandskonten eingefrorenen Vermögenswerte geklärt werden müsse.

Der bisherige "inoffizielle" Entwurf einer Absichtserklärung mit den USA beinhaltet iranischen Staatsmedien zufolge die Freigabe von eingefrorenen Geldern in Höhe von zwölf Milliarden US-Dollar (rund 10,3 Milliarden Euro). Die USA hätten zugesagt, Iran innerhalb von 60 Tagen vollen Zugriff auf Vermögenswerte in dieser Höhe zu gewähren, meldete das Staatsfernsehen am Samstag.

Iran Teheran 2026 | Massud Peseschkian (19.04.2026)
Irans Präsident Massud Peseschkian Bild: Iranian Presidency/Handout/Anadolu Agency/IMAGO

Ohne diese Freigabe werde Iran nicht in die nächste Verhandlungsphase eintreten, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte vor einigen Tagen bei einem Treffen mit Wirtschaftsfunktionären erklärt, das "zentrale Schlachtfeld" sei derzeit "der Wirtschaftskrieg mit den USA".

Laut Experten ist die Freigabe blockierter Vermögenswerte für die Islamische Republik - angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Land und des kostspieligen Kriegs - von großer Bedeutung. Insgesamt liegen Schätzungen zufolge mehr als 100 Milliarden US-Dollar an iranischem Geld auf Konten im Ausland, die im Zuge von Sanktionen teils oder gänzlich gesperrt sind.

Iran: Atomenergie nur für zivile Zwecke

Gegen Iran wurden im Laufe der Jahre umfangreiche Strafmaßnahmen verhängt, sowohl von den Vereinten Nationen als auch von den USA und der Europäischen Union. Grund dafür ist unter anderem das Atomprogramm. Iran wird unter anderem aufgrund der hohen Urananreicherung vorgeworfen, den Bau einer Atombombe anzustreben. Das Mullah-Regime in Teheran beteuert dagegen, Kernenergie nur für die zivile Nutzung zu verwenden.

In dem Bericht des iranischen Staatsfernsehens vom Samstag hieß es außerdem, Teheran werde weiterhin die Straße von Hormus kontrollieren. Iran blockiert die insbesondere für den Handel mit Erdöl und Flüssiggas immens wichtige Meerenge seit Beginn der Angriffe der USA und Israels Ende Februar weitestgehend.

Iran Bandar Abbas 2026 | Schiffe an der Straße von Hormus vor der iranischen Küste (21.05.2026)
Handelsschiffe an der Straße von Hormus (21.05.2026) Bild: Majid Asgaripour/WANA/REUTERS

Die Abriegelung der Straße von Hormus hat die Weltmärkte erschüttert und die Öl- und Treibstoffpreise in die Höhe schießen lassen. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen.

US-Armee feuert Rakete auf Schiff im Golf von Oman

Im Zuge ihrer Blockade haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben ein unter der Flagge Gambias fahrendes Schiff im Golf von Oman angegriffen. Das Frachtschiff "Lian Star" habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen, teilte das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando am Samstag mit. Die Besatzung habe mehr als 20 Warnungen missachtet.

Daraufhin habe ein Kampfflugzeug eine Rakete in den Maschinenraum des Schiffes abgefeuert. Der Frachter sei nun manövierunfähig. Angaben zu möglichen Verletzten an Bord machte die US-Armee nicht.

se/AR (dpa, afp, ap)   

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