Irakisches Gericht verurteilt Deutsche | Aktuelles | DW | 06.08.2018
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Lebenslänglich

Irakisches Gericht verurteilt Deutsche

Ein irakisches Gericht hat eine 22-jährige Deutsche wegen Mitgliedschaft bei der Extremisten-Miliz IS zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. 

Mit der Frau zusammen erhielt ein 55-jähriger Franzose die gleiche Strafe, wie das Gericht in Bagdad bekanntgab. Gegen die Urteile kann Berufung eingelegt werden. Die Deutsche war bereits zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie illegal in den Irak eingereist sei.

Im Irak sollen sich eine Reihe von westlichen IS-Anhängern befinden, die aus dem syrischen Kampfgebiet in das Nachbarland Irak ausgewichen sind. Darunter befinden sich auch mehrere westliche Frauen von IS-Kämpfern. Bei der Verurteilten handelt es sich um die Tochter einer Deutsch-Marokkanerin, die ebenfalls im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zunächst zum Tode verurteilt worden war. Das Urteil wurde später in lebenslänglich umgewandelt.

nob/sti (rtr, afp)