Impfstoff von AstraZeneca zerstört | Aktuell Afrika | DW | 19.05.2021
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Corona-Pandemie

Impfstoff von AstraZeneca zerstört

Weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war, wurden in Malawi rund 17.000 Dosen des Corona-Impfstoffs vernichtet. In dem bettelarmen Land wollten sich nur wenige damit impfen lassen.

Malawi vernichtet Covid-19 Impfstoff AstraZeneca

Gesundheitsministerin Kumbize Kandodo war persönlich dabei, als die abgelaufenen Medikamente in einem Krankenhaus verbrannt wurden

Wegen der negativen Berichterstattung über den britisch-schwedischen Impfstoff hätten viele Landsleute Bedenken, sich mit dem Vakzin impfen zu lassen, sagte Gesundheitsministerin Kumbize Kandodo in der Hauptstadt Lilongwe.

Malawi ist ein von Armut betroffenes Land mit knapp 20 Millionen Einwohnern. Es erhielt bislang drei Lieferungen des AstraZeneca-Impfstoffs: 300.000 Dosen im Rahmen der Impfinitiative Covax, 50.000 von Indien und 102.000 von der Afrikanischen Union. Die Lieferung der Afrikanischen Union habe nur eine Haltbarkeit von zwei Wochen gehabt, und "leider konnten wir in diesen zwei Wochen nicht alles verbrauchen, vor allem wegen der Propaganda gegen den Impfstoff von AstraZeneca", sagte Kandodo.

Abgelaufene Medikamente müssen aus dem System

Man habe versucht, die Menschen zu überzeugen, aber schließlich seien 16.910 unbrauchbare Dosen übrig geblieben, sagte die Ministerin. "Wir wollen keinen Impfstoff verlieren, weil wir viele Menschen zu impfen haben, aber wir müssen alle abgelaufenen Medikamente aus dem System nehmen", fügte sie hinzu. Die abgelaufenen Dosen wurden in  einem Krankenhaus verbrannt.

Seit dem Beginn der Corona-Impfungen wurden in dem südostafrikanischen Land 300.000 Menschen geimpft. Ziel ist, elf Millionen Menschen oder 60 Prozent der Bevölkerung bis zum Jahresende zu impfen. Bislang wurden mehr als 34.000 Corona-Fälle gemeldet, von denen 1153 Patienten verstorben sind.

uh/qu (dpa, afp)

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