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PanoramaLaos

Höhlen-Drama in Laos: Weitere Goldsucher in Sicherheit

30. Mai 2026

Gut zehn Tage waren sie in der überfluteten Höhle gefangen. Eine Rettungsaktion lief. Nun haben es vier weitere Männer herausgeschafft - offenbar auf eigene Faust.

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Laos Xaisomboun 2026 | Drei Helfer stützen einen Mann mit Helm und Stirnlampe (29.05.2026)
Rettung eines ersten Eingeschlossenen (am Freitag): "Es ist dort drinnen zu kalt"Bild: Metta Tham Rescue Kalasin/AP Photo/picture alliance

Glücklicher Ausgang eines unterirdischen Dramas: Die restlichen vier in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossenen Goldsucher sind wieder frei und in Sicherheit.

Sie hätten es am Nachmittag (Ortszeit) alleine geschafft, sich aus dem Berg zu befreien, sagte der an der Rettungsmission beteiligte australische Höhlentaucher Josh Richards der Deutschen Presse-Agentur.

Laos Xaisomboun 2026 | Helfer versorgen in einem notdürftigen Lager drei in Wärmefolien gehüllte Gerettete (30.05.2026)
Versorgung der freigekommenen Goldsucher: Zehn Tage in der Höhle gefangenBild: Association Of Volunteers For Lao People/AP Photo/picture alliance

Zusammen mit einem bereits am Freitagabend geretteten Mann waren die vier seit rund zehn Tagen in einer unterirdischen Kammer eingeschlossen. Sie wollten in der Höhle nach Gold suchen. Doch nach starkem Regen wurden die Gänge geflutet, auch gab es einen Erdrutsch. Ein weiterer Dorfbewohner konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und alarmierte die Behörden.

Tränen der Freude

Unter dem Jubel der Rettungskräfte stiegen die vier Männer nun nach und nach aus dem Berg. Stirnlampen auf den Köpfen, die Kleidung voller Schlamm, weinten einige vor Erleichterung, als sie wieder in Freiheit waren.

Wie genau es ihnen gelungen ist, durch die extrem engen Gänge und überfluteten Passagen an scharfen Gesteinsspitzen vorbei den Ausgang zu erreichen, ist noch unklar. "Sie haben es ganz alleine gemacht - wir waren gerade Wasser am Abpumpen und vor der Höhle", sagte Rettungstaucher Richards. Ich wollte gerade wieder in die Höhle hineingehen, als sie da plötzlich rauskamen."

Laos Xaisomboun 2026 | Selfie von Josh Richards (30.05.2026)
Höhlentaucher Richards: "Sie haben es ganz alleine gemacht"Bild: Josh Richards/dpa/picture alliance

Das Wasser in der Höhle sei offenbar so weit gesunken, dass die Goldsucher nicht tauchen mussten. Das galt als eines der größten Probleme der Rettungsmission - denn die Männer hatten keinerlei Erfahrung mit Tauchausrüstung. Sie werden laut Richards nun von Ärzten untersucht.

Noch zwei Vermisste

Rettungskräfte hatten die fünf Männer bereits am Mittwoch geortet. Sie hatten sich in einem engen Schacht etwa 300 Meter vom Höhleneingang entfernt zusammengekauert.

Laos Xaisomboun 2026 | Zwei Höhlentaucher bereiten sich auf ihren Einsatz vor - im Hintergrund drei weitere Helfer (29.05.2026)
Vorbereitungen des Rettungseinsatzes (am Freitag): Von zwei Männern fehlt jede SpurBild: Benz Norrased Palasing Seascout Diving/AP Photo/picture alliance

Doch zwei Männer werden noch immer in der Höhle vermisst. Die Retter haben den größten Teil des Systems abgesucht - bisher aber keine Spur von ihnen gefunden. Für sie sinken die Hoffnungen immer weiter.

Der bereits am Freitag befreite Mann berichtete, dass die beiden Vermissten etwa 500 Meter tiefer in die Höhle vorgedrungen seien als er selbst. Auf die Frage, ob er glaube, dass sie noch am Leben seien, antwortete er: "Ich fürchte, es ist dort drinnen zu kalt."

Internationales Rettungsteam mit Erfahrung

Freiwillige aus dem Nachbarland Thailand hatte sich bereits am vergangenen Sonntag an den Rettungsbemühungen beteiligt. Wie die Gruppe mitteilte, stießen weitere Helfer hinzu - darunter Taucher aus Finnland, Frankreich, Indonesien, Malaysia, Japan und Australien.

Laos Xaisomboun 2026 | Rettungskräfte arbeiten in überfluteter Höhle
Rettungsarbeiten im Untergrund (am Freitag): Extrem enge Gänge mit scharfen GesteinsspitzenBild: Metta Tham Rescue Kalasin/AP Photo/picture alliance

Dem internationalen Team gehören auch einige an, die im Jahr 2018 an der Rettungsaktion in der überfluteten Berghöhle Tham Luang im Norden Thailands beteiligt waren. Damals war eine thailändische Jugendfußballmannschaft 18 Tage lang in einem Hohlraum eingeschlossen. In einer waghalsigen internationalen Rettungsaktion wurden die zwölf Jugendlichen und ihr Trainer wieder ans Tageslicht gebracht - was weltweit für Schlagzeilen sorgte.

AR/se (dpa, rtr, ap)

Redaktionsschluss: 17.30 Uhr (MESZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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