Hoffnung auf Handelsdeal zwischen USA und China | Aktuell Amerika | DW | 11.10.2019
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Wirtschaft

Hoffnung auf Handelsdeal zwischen USA und China

Seit mehr als einem Jahr überziehen sich die USA und China gegenseitig immer wieder mit neuen Strafzöllen. Präsident Trump sorgt nun mit Äußerungen für Optimismus.

US-Präsident Donald Trump (picture-alliance/AP Photo/P. Semansky)

Präsident Donald Trump spricht vor dem Weißen Haus zu Reportern

Ranghohe Vertreter der USA und China haben ihre Verhandlungen um ein umfassendes Handelsabkommen in Washington fortgesetzt. Mit Spannung wurde am Freitag ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Delegationsleiter, Vizepremier Liu He, erwartet. Es sollte am Nachmittag (Ortszeit) im Weißen Haus stattfinden. Zunächst gab es Gespräche, die auf US-Seite vom Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin angeführt wurden.

Trump hatte nach dem Auftakt der neuen Gesprächsrunde am Donnerstag Optimismus verbreitet und gesagt, die Verhandlungen liefen "wirklich gut". Stunden zuvor hatte der Präsident via Twitter für Freitag ein persönliches Treffen mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He angekündigt. Großer Tag der Verhandlungen mit China, schrieb er weiter. "Sie wollen einen Deal machen, aber will ich das?"

Allein der Tweet sorgte an den Börsen für Optimismus und lockte Anleger in den Aktienmarkt zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legten zu. Positive Signale von den Handelsgesprächen schoben am Freitag auch die asiatischen Börsen an. Auch der Deutsche Aktienindex DAX konnte seine Gewinne vom Vortag am Freitag weiter ausbauen. 

Die chinesische Delegation wird von Vizepremier Liu angeführt, die US-Seite vom Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin. Die Gespräche in Washington sind auf zwei Tage angesetzt.

USA und China verhandeln neues Handelsabkommen (picture-alliance/dpa/AP/J. L. Magana)

Der US-Handelsbeauftragte Lighthizer, Chinas Vizepremier Liu und US-Finanzminister Mnuchin (v.l.n.r.)

Unmittelbar vor den Verhandlungen hatte sich die Regierung in Peking noch verärgert über die jüngsten Strafmaßnahmen der USA gezeigt. Die US-Regierung hatte Visa-Restriktionen gegen Vertreter der chinesischen Führung und der Kommunistischen Partei verhängt sowie 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt, um Exporte an sie zu beschränken. Begründet worden waren diese Maßnahmen damit, dass China die muslimische Minderheit der Uigurengewaltsam unterdrücke.

USA und China verhandeln neues Handelsabkommen (picture-alliance/Xinhua/L. Jie)

Ein Gruppenfoto vor Beginn der entscheidenden Beratungen in Washington

Der von Trump vor 15 Monaten angezettelte Handelskrieg belastet die weltweite Konjunktur. Zuletzt gab es verstärkt Spekulationen, wonach sich die beiden Länder als Übergangsschritt auf einen partiellen Deal verständigen könnten.

Einigung oder neue Strafzölle?

Sollte in den Gesprächen kein Durchbruch erzielt werden, sollen schon am Dienstag bestehende Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar von 25 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden. Weitere Strafzölle sollen im Dezember hinzukommen. Die US-Regierung würde dann Sonderzölle auf fast alle Importe aus China - Waren im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar - verhängt haben. Auslöser für den Handelskonflikt war die Verärgerung Trumps darüber, dass die Volksrepublik weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt.

se/stu (rtr, ap, dpa)

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