Greta Thunberg: ″Hört den Wissenschaftlern zu″ | Aktuell Amerika | DW | 18.09.2019
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US-Kongress

Greta Thunberg: "Hört den Wissenschaftlern zu"

Nach "Fist-Bump" mit Obama jetzt deutliche Worte vor dem US-Kongress: Greta Thunberg fordert die Abgeordneten in Washington dazu auf, "echte Maßnahmen" gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hatte keine lange Rede für ihre Anhörung vor dem US-Kongress vorbereitet. Ihre Botschaft war kurz und knackig. "Ich will nicht, dass Sie mir zuhören. Ich will, dass Sie den Wissenschaftlern zuhören", appellierte Thunberg mit leiser Stimme. "Ich möchte, dass Sie sich hinter die Wissenschaft stellen und echte Maßnahmen ergreifen."

"Die Menschen scheinen sich allgemein nicht bewusst zu sein, wie schwerwiegend die Krise ist", sagte Thunberg den Abgeordneten. Die 16-Jährige wurde bei dem Termin in Washington von mehreren jungen Aktivisten begleitet.

USA Greta Thunberg und Barack Obama (picture-alliance/dpa/The Obama Foundation)

"Fist-Bump": Greta Thunberg traf in Washington mit Barack Obama zusammen

Thunberg war in der vergangenen Woche in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten angekommen. Seitdem reihte sich Termin an Termin: Demonstrationen vor dem Weißen Haus, zahlreiche Interviews, die Teilnahme an einer Veranstaltung mit US-Senatoren. Am Montag hatte sich Thunberg sich mit dem früheren US-Präsidenten Barack Obama getroffen. Er bezeichnete die Aktivistin als "eine der größten Verteidigerinnen unseres Planeten". 

Kein Treffen mit Donald Trump

Nur ein Name taucht nicht in Greta Thunbergs Terminkalender auf: Donald Trump. Die Klima-Aktivistin hatte vor ihrer Reise in die Vereinigten Staaten in einem Interview gesagt, sie würde ihre Zeit nicht mit einem Treffen mit US-Präsident Trump "verschwenden" wollen. Von Trumps Seite stand eine solche Zusammenkunft allerdings auch nie zur Debatte.

Thunberg begann im Sommer 2018 mit ihrem Schulstreik für den Klimaschutz. Seitdem verbreiteten sich die Freitags-Demonstrationen unter dem Namen "Fridays for Future" in aller Welt. Die 16-jährige Schwedin kündigte Ende Mai an, ein Jahr mit der Schule auszusetzen und im September am Weltklimagipfel in New York teilzunehmen. 

mir/ml (afp, dpa, rtr)

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