″Goldene Himbeere″: Die Trumps für Anti-Preis nominiert | Filme | DW | 21.01.2019
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Filme

"Goldene Himbeere": Die Trumps für Anti-Preis nominiert

Obst ist zwar gesund, doch dieses spezielle Obst will niemand – die "Goldene Himbeere". Für besonders schlechte Leistungen im Filmbereich wurde neben namhaften Schauspielern auch das US-Präsidenten-Paar nominiert.

Inzwischen ist es Tradition, dass am Tag vor den offiziellen Oscar-Nominierungen "Goldene Himbeeren" für besonders schlechte Leistungen im Filmbereich benannt werden – bei der 39. Ausgabe in neun Kategorien. Der im Englischen als "Golden Raspberry Award" bezeichnete Spott-Preis wurde 1981 vom US-amerikanischen Publizisten John J. B. Wilson initiiert.

Am Montag (21.01.2019) gab die von Wilson gegründete Golden Raspberry Award Foundation in Los Angeles die Nominierungen bekannt. Zu den schlechtesten männlichen und weiblichen Hauptdarstellern gehören so große Namen wie Johnny Depp, Helen Mirren, John Travolta, Bruce Willis oder Jennifer Garner.

Trump nominiert und bereits Preisträger

Trump besucht US-Truppen im Irak (picture alliance/AP Photo/A. Harnik)

Das Ehepaar Trump

Auch US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania haben in diesem Jahr Chancen auf den Anti-Oscar. Die beiden sind in den Kategorien schlechtester Hauptdarsteller beziehungsweise schlechteste Nebendarstellerin im Film "Fahrenheit 11/9" nominiert. Darin beschäftigt sich der Filmemacher Michael Moore mit dem Aufstieg Trumps und den Folgen seines Wahlsiegs für die USA.

Außerdem wurde Trump für seinen Auftritt in der Polit-Dokumentation "Death of a Nation" für einen "Razzie" vorgeschlagen. Der heutige US-Präsident hatte die Spott-Trophäe bereits 1991 für seinen Auftritt im Film "Ghosts Can't Do It" bekommen.

Größe im Spott

USA - Oscar Gewinner Hally Berry und Denzel Washington 2002 (Copyright: Getty Images/F.M. Brown)

Halle Berry (r.) und Denzel Washington zeigen 2002 stolz ihre "Oscars"

Nur selten nehmen die Preisträger ihre Trophäe - eine wertlose große goldene Kunststoffhimbeere auf einer alten Filmrolle (s. Titelbild) - persönlich in Empfang. Zu denen, die dennoch den Mut dazu aufbrachten, gehörten beispielsweise Tom Green (Freddy Got Fingered), Robert Conrad (Wild Wild West), "Showgirls"-Regisseur Paul Verhoeven, Sandra Bullock ("Verrückt nach Steve") und Halle Berry ("Catwoman"). Sie sagte 2005 in einem Interview: "Ich finde, wer zu den Oscars geht, sollte auch zu den Razzies kommen.“ In ihrer Rede bei der Verleihung nahm sie sich selbst – in Anspielung auf ihre Dankesrede bei der Oscarverleihung im Jahr 2002 – auf die Schippe. Das Obst, das niemand will, wird am 23. Februar überreicht, einen Tag vor der Oscar-Verleihung.

kk/nf (dpa, Golden Raspberry Award Foundation)