Global Ideas im Fokus: Kreislaufwirtschaft | Global Ideas | DW | 22.11.2021
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Dossier: Kreislaufwirtschaft

Global Ideas im Fokus: Kreislaufwirtschaft

Textilien, Plastik, Elektroschrott: Die Welt versinkt im Müll. Klar ist: Wir müssen weniger produzieren und schon Vorhandenes möglichst neu nutzen. Genau das will die Kreislaufwirtschaft. Ist sie die Zukunft?

In der Natur gibt es keinen Müll, alles vorhandene Material wird wiederverwertet, aus Altem entsteht Neues - ein ewiger Kreislauf. In unserem linearen Wirtschaftssystem werden aus Rohstoffen neue Produkte produziert, doch an seinem Ende entsteht ein wortwörtlich riesiges Problem: der globale Müllberg. Und der ist nicht nur enorm groß sondern auch enorm giftig, er schädigt Klima und Umwelt.

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft nimmt sich dagegen die Natur als Vorbild: Alles verwendete Material soll wiederverwertet werden. Zwar arbeitet noch nicht einmal zehn Prozent der globalen Wirtschaft nach diesem Prinzip, doch auch vor dem Hintergrund der Klimakrise gewinnt das Konzept der Kreislaufwirtschaft immer mehr Befürworter - und Menschen, die es umsetzen.

 

Hände halten Flocken aus geschreddertem PET

Kreislaufwirtschaft: Mit neuem Design die Welt retten?

Kreislaufwirtschaft: Mit neuem Design die Welt retten? 

Die Umstellung auf eine "Kreislaufwirtschaft" ist entscheidend beim Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit, sagen Experten. Aber was ist damit eigentlich gemeint, und kann das im großen Stil funktionieren?

 

Kreislaufwirtschaft und Lebensmittel

Auch die Landwirtschaft setzt viele Treibhausgase frei: ein gutes Drittel aller Klimagase weltweit. Gülle aus der Tierhaltung und Dünger belasten die Böden, Monokulturen und Pestizide verursachen Artensterben. Dabei lassen sich gerade in der Nahrungsmittelproduktion natürliche Kreisläufe nutzen.

 

Kreislaufwirtschaft und Kunststoff 

Fast fünf Milliarden Tonnen Plastik wurden seit 1950 weggeworfen. Auf unseren Ozeanen treiben riesige Strudel aus Plastikmüll. Sortenreines Plastik lässt sich gut recyceln. Doch längst nicht jeder Kunststoff ist sortenrein. Deswegen wird weltweit nach Alternativen zu Plastik gesucht, die unsere Umwelt weniger belasten.

 

Kreislaufwirtschaft und Textilien 

90 Millionen Tonnen Kleidung werden pro Jahr weltweit weggeschmissen - vieles davon kaum getragen. Dabei ist die globale Textilwirtschaft für rund zehn Prozent aller Treibhausgase verantwortlich. Weniger kaufen, länger tragen - das können wir alle tun. Auch Unternehmen machen sich Gedanken, wie sich Kleidung länger im Kreislauf halten lässt.

 

Kreislaufwirtschaft und Elektronik

Wir alle nutzen Computer, Kühlschränke oder Smartphones. Doch wenn wir sie entsorgen, werden die wertvollen Rohstoffe, die in ihnen stecken, nur selten wiederverwendet. Die Recycling-Quote von Elektroschrott liegt bei gerade einmal 20 Prozent weltweit. Höchste Zeit also, nach Wegen für mehr "E-Recycling" zu suchen.

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