Gab es eine Verschwörung gegen Robert Mueller? | Aktuell Amerika | DW | 31.10.2018
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Die Russlandaffäre in den USA

Gab es eine Verschwörung gegen Robert Mueller?

Er ist Trumps gefährlichster Gegner - und sollte womöglich diskreditiert werden. Das FBI untersucht, ob Sonderermittler Robert Mueller das Ziel einer Schmierenkampagne sein sollte. Und wer dahinter steckt.

Die Russlandaffäre schwebt wie ein Damoklesschwert über der aktuellen US-Präsidentschaft. Und Sonderermittler Robert Mueller ist die zentrale Figur in dieser politisch und emotional aufgeladenen Stimmung. Er soll herausfinden, ob das Team von US-Präsident Donald Trump beim Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen mit Russland getroffen hat. Dafür wird er vom Präsidenten regelmäßig hart angegangen.

Nun aber ist Mueller mit einem Vorgang an die Öffentlichkeit gegangen, der ihn selbst betrifft: Sein Sprecher Peter Carr sagte in Washington, Frauen sei womöglich Geld angeboten worden, um den Sonderermittler sexueller Übergriffe zu bezichtigen: "Wir haben die Angelegenheit sofort zur Untersuchung dem FBI übergeben."

Ein Anrufer mit britischem Akzent

Die mögliche Verleumdungskampagne gegen den Sonderermittler brachte eine Frau ins Rollen, die sich anonym an mehrere Journalisten gewandt hatte. Die Zeitschrift "The Atlantic" wurde ebenso wie das US-Nachrichtenportal "Hill Reporter" und andere Medien in der vergangenen Woche von der Frau kontaktiert. Sie berichtete demnach, ein Anrufer mit britischem Akzent habe ihr im Auftrag seiner Firma die Begleichung ihrer Kreditkartenschulden sowie einen Scheck über 20.000 Dollar (17.600 Euro) angeboten. Im Gegenzug hätte sie "Anschuldigungen über sexuelles Fehlverhalten und Belästigung am Arbeitsplatz gegen Robert Mueller" erheben sollen.

Die Frau soll demnach mit dem heutigen Sonderermittler in den siebziger Jahren in einer Anwaltsfirma zusammengearbeitet haben. Sie soll auch gesagt haben, dass sich der Anrufer als Mitarbeiter des rechtsgerichteten Lobbyisten und Radiomoderators Jack Burkman bezeichnet habe.

Auch eine zweite Frau will von derselben Firma angerufen worden sein.

Trumps Mantra von der "Hexenjagd"

Die Ermittlungen des früheren FBI-Direktors Mueller haben seit Mai vergangenen Jahres zu Anklagen gegen vier frühere Trump-Mitarbeiter und 25 russische Staatsbürger geführt.

Der Präsident geißelt die Untersuchungen regelmäßig als "Hexenjagd". Dem Sender Fox News sagte er am Montagabend: "Meiner Meinung nach hätte es nie einen Sonderermittler geben dürfen. Es ist eine total illegale Untersuchung."

rb/se (afp, ap, dpa, rtr)

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