Frankreichs Staatschef Macron bunkert Schutzmasken | Aktuell Europa | DW | 03.03.2020
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Coronavirus

Frankreichs Staatschef Macron bunkert Schutzmasken

Im Kampf gegen die COVID-19-Epidemie werden in Frankreich Schutzmasken von der Regierung beschlagnahmt, sowohl Lagerbestände als auch die laufende Produktion. Die WHO warnt vor Versorgungsengpässen.

Wie Staatspräsident Emmanuel Macron mitteilte, sollen die  Masken zunächst an Beschäftigte im Gesundheitssektor verteilt werden. Aber auch an Bürger, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, sollen die Masken ausgegeben werden, damit sie das Virus nicht weiterverbreiten.

In Frankreich sind nach offiziellen Angaben mehr als 200 Sars-CoV-2-Infektionen erfasst. Vier Menschen starben bisher. Zuletzt erlag ein 94-Jähriger in der Bretagne seiner Infektion. In der Region gibt es eine signifikante Häufung von COVID-19-Fällen.

Frankreich | Auswirkungen Coronavirus auf Wirtschaft | Bruno Le Maire, Wirtschaftsminister (Getty Images/AFP/E. Piermont)

Wirtschaftsminister Bruno Le Maire appelliert an die Franzosen, von Hamsterkäufen abzusehen

Tausende Schüler in häuslicher Quarantäne

Tausende Kinder und Schüler befinden sich in häuslicher Quarantäne. Bildungsminister Michel Blanquer sagte vor Journalisten, es könne sein, dass mehr Schulen geschlossen würden. Zudem habe er angeordnet vorerst keine Schulausflüge oder Klassenfahrten mehr stattfinden sollten. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire appellierte an die Bürger, von Hamsterkäufen abzusehen.

WHO warnt vor fehlenden Schutzmasken

Die WHO appellierte an die Regierungen, den Herstellern von Schutzausrüstung Anreize zu bieten für die verstärken Produktion. Der Mangel an Gesichtsmasken und anderer medizinischer Schutzausrüstungen behindere den Kampf gegen das Coronavirus. "Wir können COVID-19 nicht aufhalten, ohne unsere Gesundheitspersonal zu schützen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Vorräte gingen rapide zur Neige. Die Preise für OP-Masken hätten sich versechsfacht, die für Beatmungsgeräte verdreifacht und für Schutzkleidung mehr als verdoppelt. Tedros forderte, dass die weltweite Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung um 40 Prozent gesteigert werden müsse. Nach Schätzung der WHO werden jeden Monat etwa 89 Millionen Atemschutzmasken gebraucht und 76 Millionen Untersuchungshandschuhe. 

uh/sam (afp, dpa)

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Bald Lieferengpässe bei Medikamenten durch Coronavirus?

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