Frankreich und Kroatien vorzeitig im Achtelfinale | Sport | DW | 21.06.2018
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WM 2018

Frankreich und Kroatien vorzeitig im Achtelfinale

Ohne Glanz: Die Offensivkünstler aus Frankreich begnügen sich erneut mit einem knappen Sieg. Vizeweltmeister Argentinien lässt sich von Kroatien vorführen. Und Dänemarks Yussuf Poulsen verursacht erneut einen Elfmeter.

Miit einem Tor für die Geschichtsbücher hat Kylian Mbappé Frankreich ins Achtelfinale der Fußball-WM befördert. Der 19-Jährige von Paris Saint-Germain stieg mit seinem Abstaubertor (Foto oben) beim 1:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen Peru zum jüngsten Torschützen in Frankreichs langer WM-Geschichte auf. Die Equipe Tricolore ist mit zwei glanzlosen Siegen damit nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in der Gruppe C zu verdrängen. Gegen Dänemark geht es nun am Dienstag um den Gruppensieg. Peru ist dagegen beim ersten WM-Abenteuer nach 36 Jahren bereits ausgeschieden.

Mbappé war bei seinem Siegtor in der 34. Minute 19 Jahre und 183 Tage alt. Damit übertraf er David Trezeguet, der 1998 gegen Saudi Arabien im Alter von 20 Jahren und 246 Tagen getroffen hatte. Dabei musste Mbappé den Ball nur über die Linie drücken, nachdem ein Schuss von Olivier Giroud zuvor abgefälscht worden war. "Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr gelitten", bekannte Frankreichs Trainer Didier Deschamps, "Peru hat mit großem Willen gekämpft, wir hatten unsere Probleme. Aber wir sind qualifiziert, das war unser Ziel."

Umstrittener Elfmeter

Zweites WM-Spiel, zweiter Elfmeter verursacht, zweite Gelbe Karte kassiert, für das Gruppenfinale am Dienstag gegen Frankreich gesperrt. Ein Nachmittag zum Vergessen für Dänemarks Yussuf Poulsen. "Ich finde, es ist eine sehr harte Entscheidung", sagte der Stürmer von RB Leipzig über den Elfmeterpfiff nach Videobeweis, der Australien den 1:1 (1:1)-Ausgleich ermöglichte. Poulsen bekam im Strafraum bei einem Kopfballduell den Ball aus kurzer Distanz an die Hand. "Wenn man sich drei Zeitlupen anschaut, dann sieht man natürlich, dass der Ball an die Hand geht." 

Dass er jetzt zum Zuschauen verdammt ist, sei "sehr bitter". Poulsen hatte schon im ersten Spiel gegen Peru mit einem Foul für einen Strafstoß gesorgt. Seit der WM 1966 hat kein WM-Spieler mehr Elfmeter verursacht als Poulsen, der Stürmer. So ganz traurig war Poulsen aber nicht, denn die seit 17 Spielen ungeschlagenen Dänen haben in der Gruppe C vier Punkte auf dem Konto und gute Chancen auf das Achtelfinale. Für Australien sieht es mit lediglich einem Zähler nicht gut aus. Zuvor hatte Topstar Christian Eriksen von Tottenham Hotspur für die Dänen getroffen (7.). Australiens Kapitän Mile Jedniak (38.) glich per Handelfmeter nach dem umstrittenen Videobeweis aus.

Vorzeitiges Aus für Lionel Messi und sein Team?

Russland WM 2018 Argentinien gegen Kroatien (Reuters/L. Nicholson)

Messi: Immer gut bewacht

Für den fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi könnte der Traum vom WM-Titel vorzeitig platzen. Nach der 0:3 (0:0)-Pleite gegen Kroatien und nur einem Punkt aus zwei Spielen ist der Vizeweltmeister in der Gruppe D auf den dritten Platz hinter Kroatien und Island abgerutscht. Bundesliga-Stürmer Ante Rebic nutzte in der 53. Minute einen verheerenden Fehler von Argentiniens 36 Jahre altem WM-Debütanten Wilfredo Caballero im Tor der Südamerikaner zum 1:0, ehe Luka Modric und Ivan Rakitic mit ihren Treffern  (80./90.+1) für den 3:0  (0:0)-Endstand sorgten. Beim möglichen ersten Vorrundenaus für Argentinien seit 2002 ist der Rücktritt Messis aus der Nationalmannschaft nicht mehr auszuschließen. 

Es wurde von der ersten Minute an ein giftiges Spiel mit insgesamt elf Gelben Karten am Ende. Von Messi gab es auch im zweiten Turnierspiel viel zu wenig Impulse. In Marcelo Brozovic hatte der 30-Jährige einen echten Sonderbewacher, auch Frankfurts Ante Rebic ließ sich häufig zurückfallen. In der 53. Minute stand der Frankfurter Pokalsieger bei einem kapitalen Fehler von Torhüter Caballero, der einen Rückpass von Gabriel Mercado nicht richtig traf und Rebic so einen schönen Volleytreffer ermöglichte. Pikant: Trainer Sampaoli hatte sich vor der WM für den 36-Jährigen als Nummer eins entschieden, weil er mit dem Fuß besser mitspielen kann.

sw (dpa, sid)

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