Finanzinvestoren kaufen Weinsteins Produktionsfirma | Filme | DW | 17.07.2018
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Insolvenz

Finanzinvestoren kaufen Weinsteins Produktionsfirma

Nach den Enthüllungen über Harvey Weinsteins Sexualdelikte ging es auch mit der Firma des früheren Hollywood-Moguls bergab. Sie musste Insolvenz anmelden. Nun haben Finanzinvestoren zugeschlagen.

Die 2005 von Weinstein und seinem Bruder Bob gegründete "The Weinstein Company" (TWC) hatte im März Insolvenz beantragt, die Zahl der Mitarbeiter schrumpfte von 140 auf 50. Der texanischen Kapitalgesellschaft Lantern Capital war das Unternehmen dennoch rund 289 Millionen Dollar (etwa 247 Millionen Euro) wert. Immerhin verfügen die neuen Eigentümer nun über eine Filmbibliothek mit mehr als 270 Titeln, hinzu kommt bislang unveröffentlichtes Material. TWC produzierte Filme wie "Django Unchained", "Good Will Hunting" und "Gangs of New York" und gewann Oscars für "Shakespeare in Love", "The King's Speech" und "The Artist".

Die Lantern-Gründer Andy Mitchell und Milos Brajovic kündigten die Umbenennung in "Lantern Entertainment" an, das eine "nach vorne denkende Kraft in der Branche werden" soll. Der Verkauf an eine andere Investorengruppe, zu der Lantern ebenfalls gehört, war zuvor geplatzt. Das US-Entertainment-Magazin "Variety" berichtete am Montag (16.07.2018) nach dem Verkauf an Lantern, dass ein an den gescheiterten Verhandlungen beteiligter Investor Klage eingereicht habe. Lantern habe sich vertrauliche Informationen über TWC zunutze gemacht, die aus den früheren Verkaufsgesprächen stammten.

Schauspielerin Julia Roberts lacht (Getty Images/T.Barson)

Eine von schier unzähligen Gläubigerinnen: Die Weinstein Company schuldet Julia Roberts noch Geld.


Hochverschuldet

Medienberichten zufolge stand die Weinstein Company bei zahlreichen Prominenten in der Kreide, darunter Quentin Tarantino, Julia Roberts, Eminem und Barack Obamas Tochter Malia, die bei TWC ein Praktikum absolvierte. Weitere Gläubiger sind das New York Fire Department, das Los Angeles Police Department und Amazon.

Im Herbst 2017 berichteten Medien zum ersten Mal über sexuelle Übergriffe Weinsteins, was die weltweite #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe zur Folge hatte. Weinstein ist inzwischen wegen mehrerer Sexualdelikte angeklagt und nur gegen Kaution auf freiem Fuß. Zudem muss der 66-Jährige ein GPS-Überwachungsgerät tragen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Einen Prozesstermin gibt es bislang nicht.

tla/suc (dpa, afp, Twitter, variety.com)

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