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KriminalitätMonaco

Monaco: Ukrainischer Oligarch bei Anschlag verletzt

30. Juni 2026

Einer der reichsten Unternehmer aus der Ukraine soll bei einer Explosion verletzt worden sein. Der in Monaco lebende Multimillionär unterliegt Sanktionen aus Kyjiw.

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Rettungskräfte nach Explosion in Wohngebäude in Monaco im Einsatz
Rettungskräfte waren nach der Explosion in Monaco im EinsatzBild: Valery Hache/AFP

Im Fürstentum Monaco ist mutmaßlich ein Anschlag verübt worden. Dabei wurden der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajew und zwei weitere Menschen verletzt. Wie die monegassischen Behörden mitteilten, erlitten durch die Explosion in einem Wohngebäude am Montagabend zwei Erwachsene lebensgefährliche Verletzungen; ein 13-Jähriger wurde leicht verletzt.

Wadym Jermolajew wurde sanktioniert

Der in Monaco lebende Multimillionär unterliegt seit Dezember 2023 Sanktionen aus Kyjiw. Medienberichten zufolge wurde Jermolajew von der ukrainischen Regierung sanktioniert, weil er ungeachtet der russischen Besatzung seinen Alkoholhandel auf der Halbinsel Krim fortführte.

Die Regierung des Fürstentums erklärte, die "starke Explosion" sei durch eine "Paketbombe" verursacht worden. "Ein Verdächtiger wurde von der Videoüberwachung aufgenommen, wie er in Richtung der Gemeinde Beausoleil in Frankreich floh", heißt es in einer Erklärung. Aus dem Umfeld des französischen Innenministers Laurent Nuñez verlautete, es sei eine Fahndung eingeleitet worden.

Fürst Albert II.: "Schock" für Monaco     

Fürst Albert II. bezeichnete den Vorfall als "abscheuliches Verbrechen" und "Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft". Der Staatsminister und Regierungschef des Fürstentums, Christophe Mirmand, sagte, der Sprengsatz habe offenbar Schrauben und Schrot enthalten. "Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt wurde", sagte Mirmand.

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Nun komme es darauf an, mit den Nachrichtendiensten zusammenzuarbeiten, "um das Umfeld der Opfer zu identifizieren" und um festzustellen, ob womöglich weitere Menschen bedroht sein könnten, sagte er. Dutzende Feuerwehrleute und Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Explosionsort zu sichern, der sich an einer Straße entlang der Grenze zu Frankreich befand.

Staatsanwaltschaft: Kein Terroranschlag

Staatsanwalt Stéphane Thibault sagte, er gehe zunächst nicht von einem Terroranschlag aus. Es gebe zurzeit keine Hinweise für eine solche Einstufung. Klar sei nur, dass vor der Explosion ein Verdächtiger eine Tasche oder ein Paket in der Eingangshalle des Wohngebäudes deponiert habe, wie Bilder einer Überwachungskamera zeigten. Die Fahnder gehen bislang von einem Einzeltäter aus, der noch auf der Flucht ist.

Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich lediglich die drei Opfer im Gebäude. Die drei Verletzten wurden in Krankenhäuser ins 20 Kilometer entfernte Nizza gebracht. Der Bürgermeister von Nizza, Eric Ciotti, sprach von einer "Tragödie" für Monaco.

pg/as (dpa, afp)

Redaktionsschluss 17.45 Uhr (MESZ) - Dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert