Experten: Nordkorea zerstört Raketengelände | Aktuell Welt | DW | 24.07.2018
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Abrüstung

Experten: Nordkorea zerstört Raketengelände

Beim Treffen mit US-Präsident Trump hatte sich Nordkoreas Machthaber Kim zur "Denuklearisierung" bekannt. Nun scheint er Wort zu halten und Raketenanlagen abzubauen, wie Satellitenbilder zeigen sollen.

Sohae Nordkorea (picture-alliance/Yonhap)

Anhand auch dieses Satellitenbildes kommen Experten zu dem Schluss, dass die Anlage in Sohae zurückgebaut wird

Nordkorea hat Experten zufolge mit dem Abbau der Raketen-Startanlage Sohae an der Westküste des Landes begonnen. Als Beleg dafür führte die auf Nordkorea spezialisierte Nachrichtenseite "38 North" des US-Korea-Instituts Satellitenbilder vom 20. und 22. Juli an.

In den vergangenen Jahren hatte Nordkorea mehrfach vom Stützpunkt Sohae aus Weltraumraketen gestartet und behauptet, diese hätten Satelliten ins All gebracht. Die internationale Staatengemeinschaft ging hingegen von verdeckten Tests ballistischer Langstreckenrakete aus, die Atomwaffen tragen könnten.

Nach Ansicht der Experten wurden mehrere relevante Gebäude in Sohae abgerissen. Da angenommen wird, diese Einrichtungen seien in Nordkoreas Raketenprogramm wichtig gewesen, wertet Autor Joseph Bermudez Jr. dies als "beachtliche Maßnahme zur Vertrauensbildung". Bermudez schätzt, dass die Arbeiten "irgendwann in den vergangenen zwei Wochen" begannen.

Nordkorea testet Antrieb für Satellitenrakete (picture-alliance/AP Photo/A. Young-joon)

Ein Mann sieht sich im September 2016 Berichte über den Test eines Antriebs für eine Trägerrakete am Stützpunkt Sohae an

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte bei seinem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump am 12. Juni seine Bereitschaft "zur kompletten Denuklearisierung" bekräftigt. Unklar blieb jedoch, wie und bis wann die Abrüstung erfolgen soll. Trump erklärte, Kim habe ihm versprochen "sehr bald" eine wichtige Anlage zum Test von Raketenmotoren zu zerstören. Zwischenzeitlich wurde angezweifelt, dass es Kim tatsächlich ernst meint. Trump versprach Nordkorea seinerseits unter anderem "Sicherheitsgarantien".

Der US-Präsident betonte am Montag, Nordkorea habe seit neun Monaten keine Rakete mehr abgeschossen und auch keine Atomtests mehr durchgeführt. "Japan ist glücklich, ganz Asien ist glücklich", schrieb er auf Twitter. Auch er selbst sei "sehr glücklich".

ust/wa (dpa, rtr, 38north.org)

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