Pompeo zu Nordkorea: ″Ich war dabei!″ | Aktuell Welt | DW | 08.07.2018
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Atomkonflikt

Pompeo zu Nordkorea: "Ich war dabei!"

Deutlich pikiert hat sich der US-Außenminister über die jüngsten Schimpftiraden aus Nordkorea geäußert. Mike Pompeo berichtete den Verbündeten Japan und Südkorea von seinen Gesprächen in Pjöngjang.

Nordkorea Pjöngjang Besuch Mike Pompeo (Getty Images/AFP/A. Harnik)

Der US-Außenminister vor seinem Abflug aus Pjöngjang ...

Die Vorwürfe aus Pjöngjang nach den jüngsten Gesprächen über den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms hat US-Außenminister Mike Pompeo scharf zurückgewiesen. "Ich weiß, was sich genau abspielte", sagte Pompeo in Tokio. "Als wir über den Umfang der Denuklearisierung sprachen, gab es keinen Widerspruch." Nordkoreas Außenministerium hatte der US-Verhandlungsseite eine "gangstermäßige Denkweise" unterstellt und die Gespräche als "bedenklich" bezeichnet.

"Falls solche Forderungen gangsterartig sind, dann ist die Welt ein Gangster", sagte Pompeo zur Forderung nach einer vollständigen atomaren Abrüstung Nordkoreas. Es habe eine einstimmige Entscheidung im UN-Sicherheitsrat darüber gegeben, was erreicht werden müsse. Der US-Chefdiplomat äußerte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der südkoreanischen Außenministerin Kang Kyung Wha und dem japanischen Amtskollegen Taro Kono.

Mike Pompeo und Taro Kono (picture-alliance/AP Photo/D. Mareuil)

... und nach seinem Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Japan und Südkorea

Er werde sich weiter für eine Denuklearisierung einsetzen, versicherte Pompeo. Zwar gebe es noch immer viel Arbeit, aber er sei zuversichtlich, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an seinem Bekenntnis zu einer atomaren Abrüstung festhalten werde, so wie er es beim Gipfel mit US-Präsident Donald Trump im Juni in Singapur abgegeben habe. "Der Weg, der vor uns liegt, wird schwierig sein, und wir wissen, dass Kritiker versuchen werden, unsere Erfolge kleinzureden."

In einer ersten Reaktion hatte das nordkoreanische Außenministerium der US-Seite noch am Samstagabend vorgeworfen, mit einer "gangstermäßigen Forderung" einseitig Druck auf Nordkorea auszuüben, um das Land zur atomaren Abrüstung zu zwingen. Die Haltung der US-Delegation sei bedauerlich gewesen. Pompeo hatte dagegen von einem "Forschritt in fast allen zentralen Fragen" gesprochen.

rb/nob (afp, dpa, rtr)

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