Entführtes Paar nach 15 Monaten in Mali befreit | Aktuell Afrika | DW | 14.03.2020
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Westafrika

Entführtes Paar nach 15 Monaten in Mali befreit

Happy End in der Wüste: Eine Kanadierin und ihr italienischer Reisegefährte, die 2018 in Burkina Faso gekidnappt worden waren, wurden jetzt von UN-Truppen in Sicherheit gebracht. Die Hintergründe sind noch unklar.

Mali Entführungsopfer nach 15 Monaten aufgetaucht | Luca Tacchetto und Edith Blais (Getty Images/AFP/M. Cattani)

Luca Tacchetto und Edith Blais nach ihrer Freilassung am Flughafen von Bamako

Wie ein Sicherheitsbeamter der UN-Mission MINUSMA in Mali der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, befinden sich die beiden ehemaligen Geiseln in der Obhut der Vereinten Nationen. "Beiden geht es gut. Sie stehen unter unserem Schutz", sagte der Sicherheitsmann. Jetzt würden sie in die Hauptstadt Bamako gebracht und dann in ihre Heimatländer geflogen.

Eine nicht näher genannte "diplomatische Quelle" bestätigte, dass es sich bei den Befreiten um die 35-jährige Kanadierin Edith Blais aus Quebec und den 31-jährigen Italiener Luca Tacchetto aus Venedig handelt (Artikelbild). Blauhelmsoldaten hätten die beiden in der Nähe der Stadt Kidal gefunden. Über die näheren Umstände der Befreiung wurde noch nichts bekannt.

Hintergründe der Geiselhaft unklar

Die beiden waren mit dem Auto nach mehreren Stationen in Europa Ende 2018 durch Nordwestafrika gefahren. In den sozialen Netzwerken versorgten sie ihre Follower regelmäßig mit Informationen. Marokko, Mauretanien und Mali durchquerten sie demnach ohne größere Zwischenfälle. Nach ihrer Reise durch Burkina Faso wollten sie kurz vor Weihnachten 2018 in Togo bei einer Nichtregierungsorganisation zur Wiederaufforstung von Regenwald ankommen. Deren Direktor sagte jedoch, er habe die beiden nie dort gesehen.

Die Hintergründe des Verschwindens der beiden jungen Leute ist rätselhaft. Im April vorigen Jahres hatte ein Regierungssprecher von Burkina Faso gesagt, die beiden Touristen seien vermutlich entführt und außer Landes verschleppt worden. Er fügte damals hinzu, dass sie sich jedoch nicht in Gefahr befänden.

mak/sth (afp, dpa, africatimes.com)