Donald Trump kommt nicht zum Weltkriegsgedenken | Aktuell Amerika | DW | 29.08.2019
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Absage wegen "Monstersturm"

Donald Trump kommt nicht zum Weltkriegsgedenken

Nach einer geplanten Dänemark-Reise hat US-Präsident Donald Trump auch einen Besuch in Polen abgesagt. Diesmal wohl nicht, weil die Gastgeber nicht so wollen wie er, sondern weil Hurrikan "Dorian" Kurs auf Florida hält.

Die Vorhersagen ließen einen "Monstersturm" befürchten, erklärte Trump in einer Videobotschaft. "Alles deutet darauf hin, dass er sehr hart zuschlagen wird und dass es sehr groß wird." Er wolle durch sein Verbleiben im Land sicherstellen, dass alle Ressourcen seiner Regierung "auf den ankommenden Sturm ausgerichtet" seien.

Dies habe er telefonisch auch dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda erklärt. US-Vizepräsident Mike Pence werde ihn bei dem Weltkriegsdedenken vertreten. Er hoffe, den Polen-Besuch bald nachholen zu können. 

In Polen sollte Trump mit seinem polnischen und seinem deutschen Kollegen, Andrzej Duda und Frank-Walter Steinmeier, an den Gedenkfeierlichkeiten an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen vor 80 Jahren teilnehmen, mit dem der Zweite Weltkrieg begonnen hatte.

Florida wappnet sich für Monstersturm

Der Sturm ist noch über dem Meer in der Karibik unterwegs. Die Meteorologen erwarten, dass er den Südosten der USA am Sonntagabend (Ortszeit) erreicht. Das Nationale Hurrikan-Zentrum befürchtet, dass "Dorian" als mächtiger Hurrikan der Stufe vier von fünf im US-Bundesstaat Florida auf Land treffen könnte. Der Gouverneur des nördlich an Florida grenzenden Bundesstaats Georgia, Brian Kemp, verhängte den Ausnahmezustand über die Küstengebiete, um Vorbereitungen und Rettungseinsätze zu erleichtern. In Florida gilt der Ausnahmezustand bereits seit Mittwoch.

Trump hatte erst vor wenigen Tagen einen für Anfang September geplanten Staatsbesuch in Dänemark abgesagt und dies damit begründet, dass Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nicht bereit sei, mit ihm über einen Verkauf Grönlands an die USA zu reden. Trumps Absicht, die autonome, doch zum dänischen Königreich gehörende Insel mit 56.000 Einwohnern zu erwerben, hatte auch außerhalb Dänemarks und Grönlands für Irritationen gesorgt.

qu/cgn (rtr, afp, dpa)

 

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