Digital Warriors - Frauen, die die Welt verändern | TV | DW | 04.10.2018
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Digital Warriors - Frauen, die die Welt verändern

Twitter, Facebook, Instagram - soziale Medien können Auslöser für sozialen Wandel oder gar von Revolutionen sein. Frauen rund um den Erdball nutzen inzwischen das Internet geschickt als Waffe im Kampf für ihre Rechte.

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Trailer: Digital Warriors

Sie mobilisieren Menschen gegen Frauenmorde in Lateinamerika, gegen weibliche Genitalverstümmelung in Afrika, den Kopftuch-Zwang im Iran und für Frieden zwischen Indien und Pakistan.

Netzaktivistinnen sind digitale Amazonen - egal wie sehr sie angefeindet werden, bis hin zu Todesdrohungen - sie geben nicht auf.  Manche von ihnen haben auf ihren Social Media Plattformen hunderttausende Follower. Ihre Netzkampagnen inspirieren Menschen dazu, auf die Straße zu gehen und für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, Menschenrechte, Meinungsfreiheit und gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren.

In Argentinien haben die Aktivistin María Florencia Alcaraz und ihre Mitstreiterinnen die Kampagne #NiUnaMenos gegen Femizide gestartet. Mord an Frauen galt in einer Kultur des Machismo als ‚Verbrechen aus Leidenschaft‘, häusliche Gewalt als Privatsache. Das hat sich jetzt geändert! Es geht es darum, Würde und Selbstbestimmung zurück zu gewinnen - und am Leben zu bleiben.

Um Würde und Selbstbestimmung geht es auch Masih Alinejad. Die Exil-Iranerin lebt in New York. Ihre Kampagnen ‚My Stealthy Freedom‘ und ‚White Wednesdays‘, in denen Frauen im Iran gegen den Kopftuch-Zwang protestieren, sind so erfolgreich, dass das Regime im Iran die Revolte der Frauen mittlerweile sehr ernst nimmt.

Mit der Kampagne ‚Break the Silence‘ kämpft Aissata Camara in Guinea, wo fast alle Frauen genitalverstümmelt sind, dafür, diese grausame Praxis zu beenden. Aissata muss selbst seit ihrem 11. Lebensjahr mit den körperlichen und seelischen Schmerzen leben.

Die Inderin Gurmehar Kaur hat zur Versöhnung zwischen den Erzfeinden Indien und Pakistan aufgerufen - mit einem Video, das viral ging. In den sozialen Netzwerken Indiens wurde sie dafür beschimpft und mit dem Tod bedroht. Dabei hätte Gurmehar selbst Grund, keinen Frieden zu wollen. Als sie knapp drei Jahre alt war, starb ihr Vater, ein Offizier der indischen Armee, bei Kämpfen mit dem pakistanischen Militär in Kaschmir.

Vier Frauen, vier Kontinente, eine Mission: Mit Hilfe von Social Media und mit der Unterstützung der Straße und ihrer Communities verändern Florencia, Masih, Aissata und Gurmehar die Welt.

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