Deutschland und Taiwan verstärken Kooperation bei Forschung | Aktuell Asien | DW | 21.03.2023

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Deutschland und Taiwan

Deutschland und Taiwan verstärken Kooperation bei Forschung

Dazu wurde beim - politisch heiklen - Taipeh-Besuch der Bundesforschungsministerin eine Vereinbarung unterzeichnet.

Der taiwanische Wissenschaftsminister Wu Tsung-tsong begrüßt seine deutsche Kollegin Bettina Stark-Watzinger

Der taiwanische Wissenschaftsminister Wu Tsung-tsong begrüßt seine deutsche Kollegin Bettina Stark-Watzinger

Im Beisein von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und des taiwanischen Wissenschaftsministers Wu Tsung-tsong ist in Taipeh eine Vereinbarung über eine verstärkte deutsch-taiwanische Forschungszusammenarbeit unterzeichnet worden. In dem Papier erklären beide Seiten die Absicht, auf breiter Basis in Wissenschaft und Technologie zu kooperieren. Die FDP-Politikerin nannte Taiwan einen "Wertepartner", auch mit Blick auf die Forschung. Sie verwies dabei etwa auf Wissenschaftsfreiheit und Transparenz.

Erster deutscher Ministerbesuch seit 1997 - China empört

Die Reise der deutschen Ministerin stößt in der demokratischen Inselrepublik auf großes öffentliches Interesse. Die Unterzeichnung wurde von zahlreichen Journalisten verfolgt. Stark-Watzingers Besuch ist der erste deutsche Ministerbesuch seit 26 Jahren.

China reagierte empört. Das Außenministerium in Peking erklärte, die Volksrepublik lehne den "böswilligen" Besuch " entschieden ab. China habe Protest eingelegt und seine "große Unzufriedenheit" gegenüber der "deutschen Seite in Peking und Berlin" ausgedrückt, betonte ein Sprecher. Deutschland solle "sofort" seine Zusammenarbeit mit den "separatistischen Kräften" in Taiwan beenden und aufhören, sich in Chinas innere Angelegenheiten einzumischen. Für Peking gehört Taiwan zur Volksrepublik, die Insel selbst betrachtet sich längst als unabhängig.

Unterzeichnung des deutsch-taiwanischen Kooperationsabkommens in der Hauptstadt Taipeh

Unterzeichnung des deutsch-taiwanischen Kooperationsabkommens in der Hauptstadt Taipeh

Wu sagte, es sei völlig normal, dass sich die Verantwortungsträger von zwei Ländern austauschten. Und als ein freies und demokratisches Land werde Taiwan dieses Recht auch in Zukunft ausüben.

Stark-Watzinger betont "fachlichen Austausch" 

Stark-Watzinger erklärte ihrerseits, "Sinn und Zweck dieser Reise" sei der "fachliche Austausch". Sie sei "nicht aus Gründen geopolitischer Natur hier", sondern für "Forschung und Innovation". Die deutsche Ministerin trifft während ihres zweitägigen Aufenthalts Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Bildung wie auch Regierungsvertreter aus diesem Bereich. Themen sind unter anderem die Batterieforschung, der sogenannte grüne Wasserstoff und die Halbleiterforschung. Taiwan gehört zu den weltweit wichtigsten Halbleiter-Herstellern.

sti/se (afp, dpa, rtr)