Der ″gute Typ″ Boris Johnson | Aktuell Welt | DW | 26.07.2019
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Beziehungen

Der "gute Typ" Boris Johnson

Nach seinem ersten Telefonat mit dem neuen britischen Premierminister ist US-Präsident Donald Trump voll des Lobes. Zugleich prophezeit er Boris Johnson rosige Zeiten nach dem Brexit.

Boris Johnson (Reuters/T. Melville)

Will sich rasch von Fesseln der EU befreien: Boris Johnson

"Ich sage voraus, dass er ein großartiger Premierminister sein wird", erklärte Donald Trump im Weißen Haus nach dem Telefongespräch mit Boris Johnson. Der neue britische Regierungschef sei ein "guter Typ", betonte der US-Präsident.

Trump hatte schon mehrfach seine Sympathien für Johnson und dessen populistischen Politikstil publik gemacht - und zugleich dessen Vorgängerin Theresa May scharf kritisiert. Das wurde in Großbritannien als Einmischung in innere Angelegenheiten betrachtet.

Freihandel in Sicht?

In dem Telefonat stellte Trump seinem Gesprächspartner auch den Abschluss eines "sehr umfassenden Freihandelsabkommens" in Aussicht. Bislang habe die Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union ein solches Abkommen verhindert. Der Handel zwischen den USA und Großbritannien könne deutlich ausgeweitet werden, meinte Trump. Es liefen bereits Gespräche über eine bilaterale Vereinbarung, fügte er hinzu.

Donald Trump (Reuters/L. Mills)

Hofft auf mehr Handel mit den Briten: Donald Trump

Von der EU werden Freihandelsabkommen zentral für alle Mitgliedsstaaten vereinbart. Voraussichtlich ab November wird Großbritannien jedoch kein EU-Mitglied mehr sein, dann kann das Land wieder alleine agieren. Das Aushandeln solcher Abkommen ist allerdings sehr langwierig, zudem hat das Vereinigte Königreich deutlich weniger Verhandlungsmacht als die Europäische Union als Ganzes. Experten sind deshalb skeptisch, dass sich Trump und Johnson einigen werden.

Wirtschaft bangt

Johnson hatte am Mittwoch die Amtsgeschäfte von May übernommen. Der konservative Brexit-Hardliner ist nach eigenen Worten fest entschlossen, Großbritannien am 31. Oktober notfalls auch ohne Vertrag aus der Europäischen Union zu führen. Dies gilt in der Wirtschaft als Horror-Szenario, wurde von EU-Verhandlungsführer Michel Barnier unlängst aber als Drohung ohne wahren Schrecken zurückgewiesen.

wa/kle (afp, dpa, rtr)

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