Corona-Live-Ticker vom 13. März: US-Präsident Trump ruft nationalen Notstand aus | Aktuell Welt | DW | 13.03.2020
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Corona-Pandemie

Corona-Live-Ticker vom 13. März: US-Präsident Trump ruft nationalen Notstand aus

Im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19 rüsten Staaten auf. US-Präsident Trump ruft den nationalen Notstand aus. In Europa steht das öffentliche Leben still. Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie hier im Liveblog.

Hinweis:

Dieser Live-Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Aktuelle Beiträge zum Thema finden Sie auf dw.com.

 

Alle Zeiten in MEZ 

21.34 Uhr - In Ungarn werden ab Montag alle Schulen geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Der Unterricht solle so gut wie möglich über digitale Kanäle laufen, teilte Ministerpräsident Viktor Orban in einer Videobotschaft im Internet mit. An den Universitäten des osteuropäischen Landes findet bereits seit Anfang der Woche kein Lehrbetrieb mehr statt.

20.34 Uhr - US-Präsident Donald Trump ruft wegen des Coronavirus den nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Die John Hopkins Universität regisiterte in den Staaten mehr als 1700 Infektionsfälle und rund 40 Tote. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen. Es fehlte bisher aber an Coronavirus-Tests. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, kündigte ein Gesetz an, das allen Betroffenen kostenlose Nachweise ermöglichen soll. Außerdem soll das Gesetz eine Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall für die Dauer von zwei Wochen sicherstellen und die Arbeitslosenversicherung stärken.

20.22 Uhr - Zypern lässt 15 Tage lang nur noch eigene Bürger auf die Mittelmeerinsel, um eine Corona-Verbreitung zu verhindern. Ab Sonntag sei die Einreise für alle verboten, die keine Zyprer oder nicht in dem EU-Mitgliedsstaat gemeldet sind, sagte Präsident Nikos Anastasiades im nationalen Fernsehen.

20.11 Uhr - Schulen und Universitäten werden ab dem 16. März bis auf Weiteres in Marokko geschlossen. Mit dieser Maßnahme will die Regierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgehen, teilte das Bildungsministerium in Rabat mit. In Marokko gibt es bisher sieben Personen, bei denen nach ihrer Rückkehr aus China, Italien, Spanien, Algerien oder Frankreich eine Infektion mit Sars-CoV-2 diagnostiziert wurde. 

19.50 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern, die im Ruhestand sind, reaktivieren. Das berichtet die Zeitung "Bild" unter Berufung auf einen Brief Spahns an die Geschäftsführer der deutschen Krankenhäuser.

Polen Swiecko Grenze zu Deutschland | Coronavirus | Kontrollen (Foto: DW/A. Horbacz)

Polizisten kontrollieren an der polnischen Grenze Reisende in einem Fernbus

19.46 Uhr - Polen schließt seine Grenzen. In das Land dürfen ab Sonntag keine ausländischen Personen einreisen. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki auf einer Pressekonferenz in Warschau mit. Polnische Staatsbürger, die ins Land zurückkehrten, würden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Restaurants, Bars und Casinos würden vorübergehend geschlossen.

19.16 Uhr - Auch Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit. Die Schließung gelte nicht für die Beförderung von Gütern, Medikamenten und Lebensmitteln.

19.00 Uhr - Die John Hopkins Universität meldet einen Anstieg der bestätigten Infektionen in Deutschland. Diese werden mit mehr als 3150 angegeben, acht Menschen starben. Am Donnerstag waren es laut Robert Koch-Institut noch 2369 infizierte Personen. 

18.26 Uhr - Italien hat 250 weitere Todesfälle durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Es ist der höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Zählungen. Damit seien in Italien inzwischen 1266 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen insgesamt stieg den Angaben des Zivilschutzes zufolge auf 17.660 - 2547 Fälle mehr als am Vortag. Italien ist inzwischen das zweitstärkste von der Coronavirus-Krise betroffene Land weltweit. Nur China, wo das Virus im Dezember zum ersten Mal entdeckt wurde, verzeichnete mehr Todesfälle. 

18.08 Uhr - Die Türkei stellt als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus Flüge nach Deutschland und in acht weitere europäische Länder vorübergehend ein. Ab Samstagmorgen 8.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MEZ) werde es keine Flugverbindungen nach Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Spanien und Schweden geben, sagte der türkische Transportminister Mehmet Cahit Turhan in Ankara. Die Maßnahme gelte vorerst bis 17. April. 

18.06 Uhr - Die Regierung in London will die anstehenden Kommunalwahlen in Großbritannien um ein Jahr verschieben. Entsprechende Gesetzgebung werde auf den Weg gebracht, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag. Eigentlich sollten viele Briten am 7. Mai neue Bezirksräte, Bürgermeister und Polizeichefs wählen. Auch der Londoner Rathauschef Sadiq Khan hätte sich einer Wiederwahl stellen müssen. "Ich werde weiterhin mit der Regierung und Experten zusammenarbeiten, damit ich London helfen kann, mit dem Coronavirus in den kommenden Wochen und Monaten fertig zu werden", twitterte Khan. 

18.03 Uhr - Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt ab Montag in den hessischen Schulen keine Unterrichtsverpflichtung mehr. Die Schulen blieben aber geöffnet, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in Wiesbaden.

17.57 Uhr - Louisiana verschiebt die Vorwahlen der Demokraten und der Republikaner. Neuer Termin ist der 20. Juni, wie die Regierung des US-Bundesstaats mitteilte. Die innerparteilichen Abstimmungen über den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten waren eigentlich für den 4. April geplant.

17.46 Uhr - Nach Einschätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) könnten sich in Deutschland in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Coronavirus infizieren. Das entspricht etwa 50 bis 58 Millionen Menschen. Diese Schätzung beruht laut RKI auf Modellrechnungen, die davon ausgehen, dass hier ein bisher unbekanntes Virus durch Tröpfcheninfektion übertragen wird und eine Pandemie auslöst. Diese werde von selbst gestoppt, wenn sich immer mehr Menschen infiziert hätten und eine Immunität aufbauen, sagte Wieler. Bei der Modellrechnung seien die Experten davon ausgegangen, dass es gegen den Erreger derzeit weder eine Immunität noch Therapien noch einen Impfstoff gebe. Forschergruppen rechnen darüber hinaus mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Infizierter zunächst zwei bis drei weitere Menschen ansteckt. Das heißt aber nicht, dass diese auch zwangsläufig erkranken. Das RKI hat bisher mehr als 2300 Infizierte in Deutschland registriert.

Italien | Coronavirus | Mailand (Foto: picture-alliance/dpa/AP Photo/LaPresse/C. Furlan)

Mit Dampfstrahler und Schützanzügen ausgerüstet werde öffentliche Plätze in Mailand gereinigt

17.40 Uhr - Griechenland schließt Gaststätten und Einkaufszentren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Supermärkte und Apotheken würden geöffnet bleiben, teilte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias mit. Zuletzt war die Zahl der bestätigten Fälle auf 190 sprunghaft angestiegen.

17.15 Uhr - Europa ist laut WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie geworden. In Europa würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern außerhalb Chinas zusammen, sagte WHO-Chef Tedros in Genf. "Es werden jeden Tag mehr Fälle gemeldet als auf der Höhe der Epidemie in China", sagte er. Tedros rief alle Länder der Welt auf, weiter rigoros gegen die Ausbreitung zu kämpfen, Infizierte zu finden, zu isolieren, Kontaktpersonen der Infizierten zu überwachen und Abstand zu anderen Menschen zu halten. Jedes Land, das glaube, von großen Coronavirus-Ausbrüchen wie in anderen Staaten verschont zu bleiben, mache einen tödlichen Fehler.

16.53 Uhr - Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Die Sonder-Schalte soll am kommenden Montag stattfinden, wie Macron am Freitag ankündigte. Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wie die Entwicklung eines Impfstoffes beraten werden. 

16.34 Uhr - In Brandenburg soll der reguläre Schulunterricht aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch kommender Woche vorerst ausgesetzt werden. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Potsdam mit. Der Schulbesuch sei weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend.

Video ansehen 00:56

Von der Leyen: "EU kann diesem Schock standhalten"

16.28 Uhr - Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf Insider, Trump werde wegen des Coronavirus den nationalen Notstand ausrufen. Im Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu bekommen. Trump hat für 20.00 Uhr (MEZ) eine Pressekonferenz zum Coronavirus angekündigt.

16.16 Uhr - Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst eingestellt. Der für dieses Wochenende geplante Spieltag werde verlegt, teilte die DFL mit. Bei zwei Zweitligisten hatten sich Spieler mit dem Coronavirus angesteckt.

15.46 Uhr - Spanien ruft wegen der Corona-Krise den Alarmzustand aus. Diese Maßnahme solle am Samstag bei einem außerordentlichen Ministerrat verabschiedet werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid an. "Wir wollen alle Mittel des Staates mobilisieren, um die Bürger besser schützen zu können", betonte der Sozialist, der von einer "außerordentlichen Krise" sprach. Spanien stehe "vor harten, schwierigen Wochen". Der Alarmzustand ist die dritthöchste der in der spanischen Verfassung vorgesehenen Notfallstufen.

15.40 Uhr - Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus setzt das kanadische Parlament fünf Wochen lang aus. Alle Parteien hätten sich darauf geeinigt, hieß es aus dem Parlament in Ottawa. Am 20. April solle die Pause beendet sein. Zuvor war die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Grégoire Trudeau, positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Sie werde vorerst in Isolation bleiben, hieß es. Sie fühle sich gut und habe nur leichte Symptome. Premierminister Trudeau sei bei guter Gesundheit, werde aber vorsorglich für voraussichtlich 14 Tage in Quarantäne bleiben und seine Verpflichtungen als Premier von zu Hause aus erfüllen. Landesweit wurden in Kanada bislang rund 140 Infektionen mit dem Virus gemeldet.

15.36 Uhr - Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wird die Schweiz an ihren Grenzen Kontrollen für Reisende einführen. Das ordnete die Regierung an. Sie bewilligte gleichzeitig ein Soforthilfe-Programm von zehn Milliarden Franken (umgerechnet etwa 9,45 Milliarden Euro) zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen. Auch Sport- und Kulturinstitutionen sollen unterstützt werden. Schulen bleiben bis zum 4. April geschlossen. Versammlungen von mehr als 100 Personen werden verboten, in Clubs und Restaurants dürfen sich nur noch 50 Personen gleichzeitig aufhalten. 

15.35 Uhr - Im Iran - dem Land mit der dritthöchsten Todeszahl in der Coronavirus-Pandemie - will das Militär nach eigenen Angaben nun rigoros durchgreifen. Geschäfte und Straßen des Landes sollten binnen 24 Stunden komplett "geleert" und alle Staatsbürger auf das Virus getestet werden, teilte die Armee am Freitag mit. "Innerhalb von zehn Tagen wird die gesamte iranische Nation überwacht, sei es aus dem All, über Telefon oder - wenn nötig - persönlich", kündigte Armeechef Mohammed Bagheri an. Diejenigen, bei denen ein Verdacht auf eine Erkrankung bestehe, würden identifiziert.

15.35 Uhr - Auf dem afrikanischen Kontinent ist das Coronavirus inzwischen in 18 Ländern nachgewiesen. Kenia, Äthiopien, der Sudan und Guinea kamen hinzu. Bei den meisten Fällen handelt es sich entweder um Ausländer oder Reisende, die aus dem Ausland zurückkehrten. In den meisten Ländern liegt die Zahl der Fälle im einstelligen Bereich.

15.10 Uhr - In Großbritannien steigt die Zahl der Infizierten binnen 24 Stunden auf 798 von 590. Bislang sind den Angaben der Gesundheitsbehörden zufolge zehn Patienten gestorben. Insgesamt wurden 32.771 Personen getestet, teilt das Gesundheitsministerium mit.

15.07 Uhr - Das EU-Land Bulgarien hat einen einmonatigen Ausnahmezustand erklärt. Diese drastische Maßnahme wurde am Freitag einstimmig vom Parlament in Sofia auf Vorschlag der bürgerlich-nationalistischen Regierung gebilligt. Damit können nun alle Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen werden. 

Spanien Symbolbild Corona leerer Bahnhof in Madrid (Foto: Reuters/J. Medina)

Die Züge stehen in dem sonst belebten Hauptbahnhof in Madrid still

14.57 Uhr - Wegen der Coronavirus-Pandemie werden auch in Hamburg die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete. Hamburg ist das zwölfte Bundesland mit flächendeckenden Schulschließungen. 

14.44 Uhr - Zum Schutz gegen das Coronavirus bleiben auch in dem Bundesland Thüringen alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) mit. Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

14.40 Uhr - Universitäten, Schulen und Kitas bleiben auch in Nordrhein-Westfalen bis zum 19. April geschlossen. Das teilte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Düsseldorf mit. Wichtig sei, dass die kritische Infrastruktur weiter betrieben werden kann. Die Betreuung von Kindern, deren Eltern in kritischer Infrastruktur beschäftigt sind, wird gewährleistet bleiben, so Laschet.

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