Corona-Ticker vom 28. April: Surfen wieder erlaubt | Aktuell Welt | DW | 28.04.2020
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COVID-19

Corona-Ticker vom 28. April: Surfen wieder erlaubt

Am Bondi Beach in Australien darf wieder gesurft werden. Viele Länder auf der ganzen Welt lockern ihre Maßnahmen. In Deutschland sinkt derweil die Reproduktionsrate des Coronavirus wieder. Mehr im Live-Blog.

Australien Sydney | Bondi Beach (picture-alliance/dpa/J. Carrett)

Der Tag ist in Australien kaum angebrochen, da eilen Surfer schon auf den wiedereröffneten Strand

Der Live-Ticker ist jetzt geschlossen. Sie können die Ereignisse vom Dienstag rund um die Coronavirus-Pandemie hier nachlesen.

Zunächst das Wichtigste in Schlagzeilen: 

  • Frankreich kündigt Lockerungen an
  • RKI korrigiert Ansteckungsrate auf 0,9 zurück
  • Luxemburg will gesamte Bevölkerung auf Corona testen

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ:

18.45 Uhr - Spanien will auf der Grundlage eines Vier-Stufen-Plans ab dem 4. Mai die Beschränkungen lockern. Das Ziel ist, bis Ende Juni zur Normalität zurückzukehren, wie Regierungschef Pedro Sanchez. erklärte. Das Vorgehen soll von Region zu Region unterschiedlich verlaufen, je nachdem wie sich die Infektionsrate entwickelt, wie viele Intensivbetten frei sind und wie gut die Vorgaben etwa zum Mindestabstand eingehalten werden.

18.21 Uhr - In Italien überschreitet die Zahl der Infizierten die Schwelle von 200.000. Die Behörden melden 2091 neue Ansteckungen, damit sind 201.505 Menschen an COVID-19 erkrankt. Die Zahl der Toten steigt um 382 auf 27.359.

17.30 Uhr - Griechenland will die Corona-Beschränkungen ab dem 4. Mai lockern. Friseursalons, Elektrogeschäfte und Buchhandlungen sollen dann wieder aufmachen. Zudem darf man dann wieder ohne Einschränkungen auf die Straße. Erst in den Wochen danach sollen auch die größeren Geschäfte und Einkaufszentren folgen. Ab dem 1. Juni sollen auch wieder Hotels wieder öffnen dürfen, erklärte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis.

17.02 Uhr - In Russland soll bis zum 11. Mai die Arbeit ruhen. Präsident Wladimir Putin hat in einer Telefonkonferenz angekündigt, die Zeitspanne auszudehnen, die eigentlich Ende April aufgehoben werden sollte. Grund ist die immer noch an Fahrt gewinnende Infektionswelle: An diesem Dienstag wurde ein neuer Höchststand bei den täglichen Neuinfektionen gemeldet. Binnen eines Tages kamen 6411 Fälle hinzu - insgesamt sind 93.558 Menschen erkrankt.

16.57 Uhr - In Thailand bleiben in der Corona-Zeit die Touristen aus - nun haben sich seltene pinke Delfine ein Stück ihres Lebensraums zurückerobert. Ein Fischer filmte drei Tiere im ruhigen Wasser vor der Insel Koh Pha Ngan.

16.44 Uhr - US-Präsident Donald Trump setzt Gouverneure unter Druck, Schulen in ihren Bundesstaaten noch vor dem Sommer wieder zu öffnen. Es sei kein großes Thema, schließlich hätten junge Menschen die Krise bisher recht gut überstanden, sagte der Präsident in einer Telefonschalte mit Gouverneuren.

16.40 Uhr - Die Fluggesellschaft Icelandair entlässt 2000 Mitarbeitende wegen der Corona-Krise. Konzernchef Bogi Nils Bogason sagte, man hoffe, die Betroffenen schnell wieder einstellen zu können, sobald die Märkte sich erholten. Die Airline, die insbesondere Flüge zwischen Europa und den USA anbietet, musste mehr als 90 Prozent der bisherigen Verbindungen wegen der weltweiten Reisebeschränkungen einstellen.

16.27 Uhr - Nach einer Entscheidung des Hamburger Verwaltungsgerichts verstößt die Maskenpflicht in deutschen Geschäften und Verkehrsmitteln nicht gegen das im Grundgesetz verankerte Persönlichkeitsrecht. Die Kammer argumentierte die im Eilverfahren getroffene Entscheidung mit der zeitlichen und räumlichen Beschränkung der Pflicht.

16.15 Uhr - Die EU-Kommission unterstützt Banken, damit diese nicht inmitten der Krise den Kredithahn zudrehen. Unter anderem sollen Regeln, ab wann Rückstellungen für faule Kredite gebildet werden müssen, vorübergehend aufgeweicht werden, sagte EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. "Während der letzten Krise mussten wir die Banken stützen. Dieses Mal helfen wir den Banken, die Unternehmen und Haushalte zu stützen." Die EU-Mitgliedsstaaten sowie das Europäische Parlament müssen den Plänen noch zustimmen.

15.56 Uhr - Frankreich will die seit sechs Wochen geltende Ausgangssperre ab dem 11. Mai schrittweise lockern. Dann sollen die ersten Grundschulen und Krippen auf freiwilliger Basis öffnen, kündigte Premierminister Edouard Philippe in einer Regierungserklärung an. In öffentlichen Verkehrsmitteln muss Mundschutz getragen werden, Infektionswege sollen per Handy-App nachverfolgt werden. Bedingung für die Lockerungen ist jedoch, dass pro Tag weniger als 3000 Neuinfektionen festgestellt werden - derzeit liegen sie im Zwei-Wochen-Durchschnitt bereits bei 2162. Die Testkapazitäten sollen auf rund 700.000 pro Woche erhöht werden.

15.25 Uhr - Polens Wirtschaft wird in diesem Jahr laut Schätzungen der Regierung um 3,4 Prozent schrumpfen. Dabei werde das Staatsdefizit auf 8,4 Prozent steigen.

15.18 Uhr - Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die Ansteckungsrate in Deutschland nun doch wieder bei 0,9. Der erst am Dienstagmorgen verkündete Wert von 1,0 hat sich nach Berücksichtigung neuer Daten wieder verringert. RKI-Chef Lothar Wieler warnte davor, die sogenannte Reproduktionszahl in ihrer Aussagekraft überzubewerten.

15.00 Uhr - Luxemburg will seine gesamte Bevölkerung testen. Binnen eines Monats sollen alle gut 600.000 Einwohner untersucht werden, sagte Forschungsminister Claude Meisch in einer Video-Pressekonferenz. Das bedeute rund 20.000 Tests pro Tag bei Kosten von rund 40 Millionen Euro. Bislang wurden gut 39.000 Menschen in Luxemburg auf das Coronavirus getestet, davon 3729 positiv.

14.51 Uhr - In britischen Pflegenheimen sind Tausende Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Allein in England und Wales wurden in den vergangenen zwei Wochen 4343 solcher Todesfälle registriert. Die Betreiber fürchten, dass der Höhepunkt noch nicht erreicht ist. Insgesamt starben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 19.300 Menschen in Kliniken - Sterbefälle außerhalb tauchen in Corona-Statistiken nicht auf.

14.22 Uhr - Als letztes deutsches Bundesland hat nun auch Berlin eine Maskenpflicht für den Einzelhandel beschlossen - das erfuhren dpa und "Tagesspiegel" aus dem Senat, der den Beschluss demnach später erklären will. Damit gilt die Regel ab Mittwoch ohne Ausnahmen deutschlandweit. In Bussen und Bahnen müssen die Berliner bereits Mund und Nase bedecken.

14.13 Uhr - Das UN-Welternährungsprogramm WFP befürchtet, dass die Corona-Pandemie eine Hungersnot in Ostafrika mit 43 Millionen betroffenen Menschen auslöst. Binnen drei Monaten könnte sich die Zahl der an Hunger leidenden Menschen in neun Ländern (Äthiopien, Südsudan, Kenia, Somalia, Uganda, Ruanda, Burundi, Dschibuti, Eritrea) mehr als verdoppeln. Millionen Menschen hätten bereits ihre Jobs verloren. Laut WFP wären 500 Millionen US-Dollar für Lebensmittellieferungen in den nächsten drei bis sechs Monaten nötig.

Coronavirus Afrika Kenia Nairobi Kibera Slum Essensausgabe (picture-alliance/AP/B. Inganga)

Bei Essensausgaben im Slum Kibera in Kenias Hauptstadt Nairobi sind viele schon jetzt verzweifelt

14.11 Uhr - Die Regierung im Vereinigten Königreich will nichts überstürzen: Premierminister Boris Johnson hat vorzeitigen Lockerungen vor der geplanten Überprüfung der Maßnahmen am 7. Mai eine Absage erteilt. "Es ist wichtig, dass sie derzeit noch in Kraft bleiben", sagte Johnson, der erst am Montag die Amtsgeschäfte nach seiner überstandenen COVID-19-Erkrankung wieder aufgenommen hatte.

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