Corona-Live-Ticker vom 22. März: Kanzlerin Merkel vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne | Aktuell Welt | DW | 22.03.2020
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Covid-19

Corona-Live-Ticker vom 22. März: Kanzlerin Merkel vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne

Es gibt weltweit immer mehr Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen. In Deutschland gibt es seit diesem Montag eine Versammlungsbeschränkung. Zudem muss Bundeskanzlerin nun selbst in Quarantäne. Mehr im DW-Live-Blog.

Alle Zeiten in MEZ

23.52 Uhr - Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus ist der Tempelberg in Jerusalem bis auf Weiteres geschlossen worden. Das teilten die zuständigen Religionsbehörden mit. Die Muslime wurden in einer Mitteilung um Verständnis für diese Entscheidung gebeten. Sie sollten zunächst zu Hause beten. Zuvor waren bereits die Al-Aksa-Moschee in Jerusalems Altstadt, die drittheiligste Stätte des Islams, und der Felsendom geschlossen worden.

23.38 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat die Entsendung von Notlazaretten in die besonders vom Coronavirus betroffenen Bundesstaaten New York, Washington und Kalifornien angeordnet. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA und die Streitkräfte würden in Kürze mit der Auslieferung der Lazarette beginnen, sagte Trump im Weißen Haus. Damit sollten in New York zunächst rund 1000 zusätzliche Krankenhausbetten verfügbar sein, 2000 in Kalifornien und 1000 in Washington.

23.32 Uhr - In den USA sind nach den Worten von US-Vize-Präsident Mike Pence inzwischen 254.000 Amerikaner mit einem Programm der Regierung auf das Coronavirus getestet worden. Etwas mehr als 30.000 von ihnen seien infiziert.

23.22 Uhr - Kanzleramtschef Helge Braun ist zuversichtlich, dass die Lieferung dringend benötigter medizinischer Schutzausrüstung für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen anläuft. "Wir haben enorme Mengen bestellt und gemerkt, dass einiges schon eintrifft", sagte Braun der ARD. Ein Grund sei, dass der Warenverkehr in der EU wieder fließe, fügte er mit Blick auf die Staus durch Grenzschließungen hinzu.

23.10 Uhr - In Frankreich ist erstmals ein Arzt an der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der COVID-19-Toten stieg dort am Sonntag auf insgesamt 674.

22.19 Uhr - Die Fluggesellschaft Emirates hat ihre Entscheidung revidiert, wegen der Coronavirus-Pandemie ihren gesamten Flugbetrieb einzustellen. Das Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten teilte in Dubai mit, 13 Länder würden weiterhin angeflogen, darunter Großbritannien, die Schweiz und die USA.

22.05 Uhr - Die Deutsche Welthungerhilfe warnt vor drastischen Auswirkungen der Corona-Krise in Afrika und in anderen armen Regionen der Erde. "Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten dort viele Tote beklagen müssen", sagte Präsidentin Marlehn Thieme. Das Virus werde gerade für jene Länder verheerend sein, die ein schlechtes oder kaum funktionierendes Gesundheitssystem hätten.

21.52 Uhr - Der spanische Opernstar Plácido Domingo hat sich ebenfalls infiziert. Er empfinde es als seine "moralische Pflicht", die Öffentlichkeit zu informieren, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, teilte der 79-Jährige auf seiner Facebook-Seite mit. 

21.33 Uhr - Durch die Coronavirus-Pandemie sind in den USA binnen 24 Stunden mehr als 100 Menschen gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Todesopfer auf 389, wie aus einer Aufstellung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Die meisten Todesopfer wurden demnach in den Bundesstaaten New York (114), Washington (94) und Kalifornien (28 Tote) registriert. Landesweit steckten sich mehr als 32.000 Menschen mit dem Coroanavirus an.

20.09 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält die Kassenlage für gut genug, um durch die Corona-Krise zu kommen. "Wir können das sehr lange durchhalten", sagt der SPD-Politiker im Zweiten Deutschen Fernsehen. Scholz will am Montag einen Nachtragshaushalt in Höhe von mehr als 150 Milliarden Euro ins Kabinett einbringen. Damit soll unter anderem kleinen Firmen geholfen werden.

19.42 Uhr - In den USA sind inzwischen drei Mitglieder des Kongresses positiv auf das Virus getestet worden. Es handelt sich um die Republikaner Rand Paul und Mario Diaz-Balart sowie den Demokraten Ben McAdams. Zudem sind mindestens 22 weitere Mitglieder des Kongresses in Quarantäne.

19.17 Uhr - Das Internationale Olympische Komitee hat erstmals eine Frist in der Diskussion um die Verlegung der Sommerspiele in Tokio genannt. Innerhalb der nächsten vier Wochen soll eine Entscheidung fallen, teilte das IOC in einem offenen Brief an die Athleten nach einer Sitzung des Exekutivkomitees mit. Eine Absage schloss das IOC aus. Zuvor hatten sich Athleten und Verbände auf der ganzen Welt für einen neuen Termin für die vom 24. Juli bis 9. August geplanten und von der Corona-Pandemie bedrohten Spiele ausgesprochen.

18.59 Uhr - Der Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus trägt in Österreich erste Früchte. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg zwischen Samstag und Sonntag lediglich noch um 15 Prozent oder 430 Fälle auf insgesamt 3244 Infektionen, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober mitteilte. Vor Beginn der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen war es in der Spitze ein Anstieg um 40 Prozent an einem Tag gewesen.

18.56 UhrIn Berlin-Schönefeld ist am frühen Abend eine Maschine mit rund 200 Touristen aus dem Coronavirus-Risikogebiet Ägypten gelandet. Die Urlauber kamen gegen 18.20 Uhr mit knapp einstündiger Verspätung am Flughafen in Brandenburg an, wie die Flughafengesellschaft auf Anfrage bestätigt.

18.52 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

18.11 Uhr - In Italien sind in den letzten 24 Stunden weitere 651 Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben gekommen. Damit starben in dem EU-Land bereits fast 5500 Infizierte, wie der Zivilschutz mitteilte. Es ist die zweithöchste Tagesbilanz an Corona-Toten in Italien. Am Samstag hatte die Zahl der täglichen Todesopfer mit 793 einen neuen Rekord erreicht. Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen stieg der Behörde zufolge am Sonntag um 5560 auf 59.158. Dies war ein Zuwachs von gut zehn Prozent im Vergleich zum Vortag.

Italien - Bergamo - Coronavirus (picture-alliance/AP/C. Furlan)

In Italien kommen die Bestattungsinstitute mit den vielen Corona-Toten nicht mehr nach

17.54 Uhr - Die Zahl der Virus-Infizierten in Großbritannien hat sich binnen 24 Stunden von 5018 auf 5683 erhöht. Die Zahl der Toten sei von 233 auf 281 gestiegen, teilt die Regierung mit.

17.41 Uhr - Der spanische Opernstar Plácido Domingo ist nach eigenen Angaben positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Er befinde sich zusammen mit seiner Familie in Selbstisolation, erklärte der 79-Jährige. Er sei derzeit bei guter Gesundheit, aber ich habe Symptome wie Fieber und Husten gehabt und habe deshalb entschieden, sich testen zu lassen, sagte Domingo.

17.40 Uhr -  Angesichts steigender Corona-Zahlen in Brasilien und anderen Ländern der Region werden auch in Lateinamerika immer mehr Ausgangssperren verhängt. Die Zahl der offiziell mit dem Coronavirus Infizierten in Brasilien, dem größten und bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Land, stieg am Wochenende auf mehr als 1000, 19 Menschen starben bislang.  Der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, der mehr als 40 Millionen Einwohner hat, hat inzwischen eine weitgehende Ausgangssperre verhängt, die von Dienstag an für 15 Tage gelten soll.

17.11 Uhr - Wegen der Corona-Krise verhängt nun auch Griechenland eine landesweite Ausgangssperre. Die Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie trete am Montag in Kraft, sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis in einer Fernsehansprache. 

16.46 UhrBund und Länder wollen ein Kontaktverbot  im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Bei Inkrafttreten der entsprechenden Rechtsverordnung gelte die Maßnahme ab Montag und für zwei Wochen. Auch Restaurants und Gaststätten sollen unverzüglich schließen - wo dies noch nicht der Fall ist. "Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause", heißt in dem Beschluss. Geschlossen blieben sollen auch Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons.

Deutschland Symbolbild Kontaktverbot in der Coronakrise (picture-alliance/dpa/F. Rumpenhorst)

Die Polizei wird das beschlossene Kontaktverbot kontrollieren müssen

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