Corona-Live-Ticker vom 18. April: Mehr als 100.000 Todesfälle in Europa | Aktuell Welt | DW | 18.04.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 18. April: Mehr als 100.000 Todesfälle in Europa

Europa bleibt der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. In New York gibt es so wenig Virus-Tote wie zuletzt vor zwei Wochen. In Deutschland ist die Ansteckungsrate leicht gestiegen. Mehr im Live-Blog.

Dieser Ticker ist nun geschlossen - hier noch einmal das Wichtigste in Kürze:

  • Rund zwei Drittel der weltweiten 2,3 Millionen Coronavirus-Infektionen entfällt auf Europa
  • Grenze zwischen den USA und Kanada bleibt für weitere 30 Tage geschlossen
  • In der Türkei sind inzwischen mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als im Iran

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ

21.03 UhrIn Europa sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Samstagabend auf mindestens 100.501, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Das sind knapp zwei Drittel der weltweiten Corona-Todesfälle. Insgesamt wurden fast 1,14 Millionen Corona-Fälle in europäischen Ländern registriert. Europa ist der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit liegt die Zahl der bestätigen Corona-Infektionsfälle bei fast 2,3 Millionen.

20.45 Uhr - Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez will die drastischen Einschränkungen im Land um weitere 15 Tage bis zum 9. Mai verlängern. Er werde eine entsprechende Bitte an das Parlament richten, erklärt der Ministerpräsident. Der "Lockdown" besteht bereits seit dem 14. März. Für Kinder sollten bestimmte Beschränkungen aber gelockert werden. Bedingung sei, dass Ansteckungen verhindert würden.

20.20 Uhr - Die dänische Regierung unterstützt von der Krise betroffene Unternehmen mit weiteren knapp 13,5 Milliarden Euro (100 Milliarden Kronen). Darin seien direkte Hilfen, Kredite und die Stundung von Steuer-Zahlungen enthalten, teilt die Regierung mit. Die Summe kommt zu den umgerechnet rund 38,5 Milliarden Euro (287 Milliarden Kronen) hinzu, die die Regierung bereits angekündigt hatte.

20.17 UhrDie Ansteckungsrate bei dem neuen Corona-Virus ist in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstmals seit zwei Tagen wieder angestiegen - allerdings auf niedrigem Niveau. Die sogenannte Reproduktionsrate werde auf 0,8 geschätzt, hieß es im aktuellen Lagebericht des RKI. An den beiden vergangenen Tagen hatte sie bei 0,7 gelegen. Allerdings geht die Zahl der Neuerkrankungen damit dennoch weiter leicht zurück.

20.13 UhrIm Norden des US-Bundesstaates Florida sind einige Strände trotz der anhaltenden Corona-Krise unter verschärften Bedingungen wieder geöffnet worden. In einem Tweet rief die Behörde für Krisenmanagement der Stadt Jacksonville Bürger dazu auf, beim Strandbesuch einen Abstand von rund zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten. In Florida wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 24.700 Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen.

19.54 Uhr - Die Zahl der Infizierten in der Türkei steigt nach Angaben der Regierung um 3783 auf 82.329 und liegt damit erstmals über der, die die iranischen Behörden für ihr Land nennen. Die Zahl der Toten in der Türkei steigt demnach binnen 24 Stunden um 121 auf 1890. Das Innenministerium kündigt an, die erlassenen Reisebeschränkungen zwischen 31 Städten würden um weitere 15 Tage verlängert.

Türkei Istanbul | Coronavirus & Ausgangssperre | Balat-Viertel (Getty Images/AFP/O. Koze)

Städte wie hier in Istanbul werden auch die nächsten Wochen noch ausgestorben bleiben

19.45 UhrZum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus sollen in Griechenland ab Montag hunderte ältere und kranke Flüchtlinge aus den völlig überfüllten Lagern auf den ägäischen Inseln aufs Festland gebracht werden. Insgesamt geht es nach Angaben des Migrationsministeriums um rund 2380 "gefährdete Menschen". Diese sollen innerhalb von zwei Wochen aus den Lagern auf den Inseln in Wohnungen, Hotels oder andere Lager auf dem Festland gebracht werden. Die Lage in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln gilt als katastrophal: Dort leben mehr als 36.000 Menschen in Camps, die eigentlich nur für etwas mehr als 6000 Menschen ausgelegt sind.

19.40 Uhr - Marokko verlängert seine Ausgangssperre bis zum 20.Mai. Das teilte die Regierung mit. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen stieg auf 2685, 137 Menschen starben an der COVID-19 Lungenkrankheit. Die bereits am 20. März verhängte Ausgangssperre bedeutet, dass die Menschen nur für den Lebensmittel- und Medikamenteneinkauf ihr Haus verlassen dürfen. Schulen und Moscheen sind geschlossen.

19.11 Uhr - Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien hat sich wieder verringert. Laut den Behörden starben binnen 24 Stunden 482 Personen an dem Virus, nach 575 am Freitag und 525 am Donnerstag. Insgesamt sind damit 23.227 Menschen den Virus-Folgen erlegen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt um 3491 auf 175.925.

18.43 Uhr Portugal will im Mai die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verhängten Maßnahmen schrittweise lockern. Die neuen Regeln wolle er am 30. April bekanntgeben, sagte der sozialistische Ministerpräsident António Costa im Interview der Wochenendzeitung "Expresso". Costa hatte schon vorher durchblicken lassen, dass seine Regierung nach Ende des noch bis zum 2. Mai geltenden Ausnahmezustands unter anderem eine Öffnung des Einzelhandels, von Friseurläden und von Kindergärten in Erwägung zieht. Auch Restaurants und Cafés sowie Kinos und andere Kultureinrichtungen könnten noch vor dem Sommer wieder öffnen. 

18.39 Uhr - Kroatien verlängert seine Ausgangsbeschränkungen bis zum 4. Mai. Dies teilte die Zivilschutzbehörde mit. Seit dem 19. März waren in dem EU-Mitgliedstaat zunächst für 30 Tage alle Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten, Apotheken und Tankstellen geschlossen. Schulen und Kindergärten wurden ebenfalls geschlossen, die Menschen dürfen ihre Wohnorte nur mit einer Sondergenehmigung verlassen.

18.19 Uhr - Die Zahl der Virus-Toten im stark von der Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York ist laut Gouverneur Andrew Cuomo auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Wochen gesunken. Binnen 24 Stunden habe es 540 neue Todesfälle gegeben, nach 630 am Vortag. Insgesamt habe sich die Lage in den Krankenhäusern etwas entspannt, so Cuomo. Zugleich betonte er, es seien deutlich mehr Tests notwendig, bevor an eine Öffnung der Wirtschaft in New York zu denken sei. Der Gouverneur verlangte zusätzliche Unterstützung aus Washington. 

New York Pfleger Leichenabtransport Coronakrise (AFP/A. Weiss)

In New York hat sich die Lage in den Krankenhäusern etwas entspannt

18.10 Uhr - Im Kampf gegen das Coronavirus soll die Grenze zwischen den USA und Kanada für weitere 30 Tage weitgehend geschlossen bleiben. "Das ist eine wichtige Entscheidung und eine, die Menschen auf beiden Seiten der Grenze schützt", sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau. Gleichzeitig solle der Verkehr wichtiger Waren wie medizinische Ausrüstung und Nahrung gewährleistet bleiben. Die USA und Kanada hatten die Grenze vor einem Monat geschlossen. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angekündigt, die Grenze zu Kanada werde eine derjenigen sein, die früh wieder geöffnet werde.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | vollständiger Artikel

Die Redaktion empfiehlt