Corona-Krise sorgt für Einbruch bei Airlines | Wirtschaft | DW | 05.03.2020
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Flugverkehr

Corona-Krise sorgt für Einbruch bei Airlines

Das Coronavirus bringt der internationalen Luftfahrt in diesem Jahr möglicherweise fast 20 Prozent weniger Umsatz. Der Branchenverband IATA hat seine negativen Prognosen jetzt deutlich verschärft.

Waren es vor zwei Wochen noch Rückgänge um rund 30 Milliarden Euro, sieht die Flugbranche mittlerweile buchstäblich schwarz: Inzwischen geht der Branchenverband IATA davon aus, dass die Fluggesellschaften in diesem Jahr im Passagiergeschäft zwischen 63 und 113 Milliarden Dollar (das sind bis zu 101 Milliarden Euro) an Umsatz verlieren werden.

Die "Aussichten der Branche haben in weiten Teilen der Welt eine dramatische Wende zum Schlechteren genommen", kommentierte IATA-Chef Alexandre de Juniac. Der zu erwartende Einbruch sei in der Dimension mit der Finanzkrise 2008/2009 vergleichbar. 

Frankreich fliegt Staatsbürger aus Wuhan aus (Getty Images/AFP/H. Retamal)

Flugverkehr in Corona-Zeiten - von Wuhan nach Frankreich (im Januar)

Mehr als 80 Länder betroffen

Die Passagierrückgänge wären in Deutschland und anderen europäischen Staaten mindestens genauso stark wie in Asien. Einem starken Nachfrage-Einbruch würde den Annahmen zufolge aber eine schnelle Erholung folgen. In einem etwas vorsichtigeren Szenario geht die IATA weltweit von 63 Milliarden Dollar (56,4 Mrd Euro) weniger Umsatz aus. Dieses Szenario rechnet mit einer eingegrenzten Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Inzwischen hat sich das Virus aber bereits in mehr als 80 Ländern verbreitet.

Die deutsche Lufthansa lässt wegen der Corona-Krise immer mehr Flugzeuge am Boden. Wegen der Flugstreichungen flögen rein rechnerisch 150 Flugzeuge nicht mehr, davon 25 Langstrecken-Flieger, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch. Insgesamt verfügt die Lufthansa Group über 770 Maschinen. Zuletzt hatte die Lufthansa alle Flüge von und nach Israel gestrichen.

ar/hb (dpa, rtr, afp)

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