Deutschland ordert Antikörper-Mittel | Aktuell Deutschland | DW | 24.01.2021
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COVID-19

Deutschland ordert Antikörper-Mittel

Im Kampf gegen Corona hat die Bundesregierung Medikamente zur Behandlung infizierter Risikopatienten gekauft. 400 Millionen Euro lässt sie sich das kosten.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump lobte einst den Einsatz sogenannter monoklonaler Antikörper im Kampf gegen Corona in höchsten Tönen. Nun bestellte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zwei der Mittel. Die monoklonalen Antikörper würden in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt - zunächst in Uni-Kliniken, kündigte der Minister an. Insgesamt "200.000 Dosen für 400 Millionen Euro" hat sich der Bund laut Spahn gesichert.

Nach Angaben einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums handelt es sich um "Bamlavinimab"-Antikörper des US-Pharmakonzerns Eli Lilly sowie ein Präparat der amerikanischen Firma Regeneron mit den Antikörpern "Casirivimab" und "Imdevimab". Mit dem Cocktail von Regeneron war im Oktober vergangenen Jahres auch Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt worden.

USA Donald Trump im Walter Reed Hospital

Donald Trump während seiner Behandlung im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda

Beide Medikamente haben in den Vereinigten Staaten eine Notfallzulassung erhalten. In der Europäischen Union steht eine Genehmigung hingegen noch aus.

Nutzen-Risiko-Abwägung

Die Antikörper sollen verhindern, dass sich das Coronavirus in menschlichen Zellen vermehrt. Laut Studien könnte die Behandlung dabei helfen, die Virusmenge im Körper zu begrenzen und einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben.

Laut einer Bewertung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) ist eine Anwendung nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung in Einzelfällen in Deutschland grundsätzlich zulässig. Die Präparate sollen in den kommenden Wochen nach und nach den spezialisierten Krankenhäusern kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

wa/nob (afp, dpa)

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