China erzielt Rekordüberschuss im US-Handel - trotz Strafzöllen | Wirtschaft | DW | 08.09.2018
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Außenhandel

China erzielt Rekordüberschuss im US-Handel - trotz Strafzöllen

Für US-Präsident Donald Trump ist es ein Stachel im Fleisch: Die Chinesen exportieren weitaus mehr in die USA als umgekehrt. Und das trotz der US-Strafzölle.

Container auf dem Containerhafen in Shanghai, China. (picture-alliance/dpa/Y. Shenli)

Blick aus der Luft auf den Yangshan-Tiefwasser-Hafen in Shanghai ...

Chinas Überschuss im Handel mit den USA ist trotz des Zollstreits der beiden größten Volkswirtschaften der Welt auf ein Rekordhoch gestiegen: auf 31,05 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 26,84 Milliarden Euro). Der Überschuss lag im August rund zehn Prozent über dem Wert des Vormonats und übertraf den erst im Juni erreichten bisherigen Höchstwert, wie die Zollbehörde in Peking mitteilte.

Containerhafen in Shanghai, China. (picture-alliance/dpa/Y. Shenli)

... wo Tausende Container gestapelt darauf warten, im größten automatisierten Containerterminal der Welt ...

Die Zahlen sind bemerkenswert, weil sich das Wachstum der Ausfuhren binnen Jahresfrist insgesamt leicht auf 9,8 Prozent von 12,2 Prozent im Juli abgeschwächt hatte. Und sie sind politisch bedeutsam, weil US-Präsident Donald Trump dem Exportweltmeister erst kurz vor der Bekanntgabe mit weiteren Strafzöllen gedroht hatte, um die heimische Wirtschaft zu stützen.

Zölle, Gegenzölle ...

Insgesamt stieg Chinas Überschuss im Handel mit seinem größten Exportmarkt damit in den ersten acht Monaten des Jahres um fast 15 Prozent. Trump ist die Entwicklung schon lange ein Dorn im Auge, weil er die USA im weltweiten Warenaustausch benachteiligt sieht. China wirft er staatlich subventionierte Überkapazitäten, Dumpingpreise, Diebstahl geistigen Eigentums und andere unfaire Handelspraktiken vor. Trump hatte deshalb Zölle auf China-Importe verhängt; die Regierung in Peking konterte mit Gegenabgaben.

Containerhafen in Shanghai, China. (picture-alliance/dpa/Y. Shenli)

... zwischen Schiff und LKW umgeschlagen zu werden (Archivbilder)

Seit Anfang Juli haben sich beide Seiten mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar überzogen. Trump hat zusätzliche Einfuhrzölle im Volumen von 200 Milliarden Dollar angekündigt - und Peking stellte dafür erneut Vergeltung in Aussicht.

Drohungen an Bord der Air Force One

Der US-Präsident versucht bereits, den Druck weiter zu erhöhen. Neben den im Raum stehenden Abgaben auf Importe im Volumen von 200 Milliarden Dollar seien kurzfristig zusätzliche Zölle im Volumen von 267 Milliarden Dollar möglich, sagte Trump am Freitag zu Journalisten an Bord des Präsidenten-Flugzeugs.

jj/se (dpa, afp)

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