CDU fordert Antisemitismus-Meldepflicht | Aktuell Deutschland | DW | 31.03.2018
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Kampf gegen Intoleranz

CDU fordert Antisemitismus-Meldepflicht

Zuletzt hatte ein judenfeindlicher Vorfall an einer Berliner Schule für Schlagzeilen gesorgt. CDU-Fraktionschef Volker Kauder will einem Bericht zufolge Schulen verpflichten, solche Ereignisse konsequent zu melden.

Es sei wichtig, belastbare Angaben über das Ausmaß des Antisemitismus und dessen Ursachen zu bekommen, damit die Kultusminister der Länder auch schulübergreifende Maßnahmen prüfen können, sagte Fraktionschef Volker Kauder (CDU) der "Welt am Sonntag". Er forderte, an den Schulen müsse jeder Einzelfall konsequent geahndet werden. "Gerade bei diesem Thema muss es heißen: Null Toleranz!"

Intoleranz nicht nur gegen Juden

Kauder warnte auch davor, das Thema Intoleranz auf die Bekämpfung von Antisemitismus zu reduzieren. "Mich haben die Aussagen des Vaters des jüdischen Mädchens in Berlin, deren Fall die Diskussion ausgelöst hat, sehr nachdenklich gemacht. Er sprach davon, dass einige Jungs aus muslimischen Elternhäusern auch anderen Mitschülern übel mitspielten, egal ob sie Juden, Christen oder selbst Muslime sind, wenn diese zum Beispiel in die falsche Moschee gingen."

Verstörender Vorfall

An einer Berliner Grundschule war eine Zweitklässlerin von älteren Schülern aus muslimischen Familien beschimpft worden, weil sie Jüdin ist. Ein Mitschüler soll gedroht haben, sie umzubringen, weil sie nicht an Allah glaube. So erzählte es der Vater des Mädchens der "Berliner Zeitung".

fab/AR (dpa, kna)