Blutiger Angriff auf Soldaten in Mali | Aktuell Afrika | DW | 02.11.2019
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Westafrika

Blutiger Angriff auf Soldaten in Mali

Militärstützpunkte bieten nicht immer Schutz. Ein Beispiel dafür ist Mali. Dort wurden mehr als 50 Soldaten getötet, als ihr Lager angegriffen wurde. Es war nicht die erste Attacke dieser Art in dem Sahel-Staat.

Nach Angaben der malischen Armee ereignete sich der Angriff in Indelimane im Gebiet Ménaka nahe der Grenze zu Niger. Es seien 53 Soldaten getötet worden und ein Zivilist, teilte der malische Kommunikationsminister Yaya Sangaré mit. Zunächst hatte es geheißen, 35 Angehörige der Armee seien ums Leben gekommen. Militärvertreter sprachen von einem "Terrorangriff". Sie betonten zugleich, die Lage in Indelimane sei mittlerweile unter Kontrolle.

Die Regierung schickt Verstärkung

Die Regierung in Bamako erklärte, in das betroffene Gebiet sei Verstärkung geschickt worden. Die Angreifer würden verfolgt. Inzwischen bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" über ihr Internetsprachrohr AMAQ zu dem Blutbad.

Am 30. September und 1. Oktober waren bei zwei islamistischen Angriffen in der Nähe der Grenze zu Burkina Faso im Süden Malis nach offizieller Darstellung 40 Soldaten getötet worden. Mehrere Quellen bezeichnen diese Opferbilanz des Verteidigungsministeriums allerdings als untertrieben. Die Zahlen seien geschönt worden, um das wahre Ausmaß der Verluste zu verbergen.

Auch die Bundeswehr hilft

Der Sahel-Staat Mali kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. Islamistische Gruppen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Dennoch gibt es immer wieder islamistische Angriffe, von denen mittlerweile auch Malis Nachbarstaaten Niger und Burkina Faso betroffen sind. Die Bundeswehr beteiligt sich in Mali an der UN-Stabilisierungsmission MINUSMA und einem EU-Einsatz zur Ausbildung malischer Sicherheitskräfte. Rund 1100 deutsche Soldaten wurden entsandt.

haz/wa (afp, dpa, rtr)

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