Bemannter Jungfernflug SpaceX zur ISS verschoben | Aktuell Amerika | DW | 27.05.2020
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Bemannte Raumfahrt

Bemannter Jungfernflug SpaceX zur ISS verschoben

Erstmals seit neun Jahren wollte die NASA wieder Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation ISS schicken. Doch schlechtes Wetter in Florida verhinderte den Start.

Cape Canaveral vor dem Start SpaceX Falcon 9 Rakete (picture-alliance/AP/NASA)

Die Kapsel mit den beiden Astronauten kurz vor dem Start

Bis zuletzt hatte man wegen der Wetterlage gezittert, ob der erste bemannten Flug einer Rakete des Privatunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS tatsächlich stattfinden kann. Wenige Minuten vor dem geplanten Start kam dann die Absage. Nun soll es am Samstag einen neuen Versuch geben.

Über dem Kennedy Space Center in Cape Canaveral hatte am Mittwochmorgen ein Gewitter getobt und das US-Hurrikanzentrum warnte vor einem Tropensturm, der sich weiter nördlich vor der Küste des Bundesstaats South Carolina bildete.

Cape Canaveral vor dem Start SpaceX Falcon 9 Rakete (picture-alliance/AP/NASA/B. Ingalls)

Douglas Hurley (l.) und Robert Behnken verabschieden sich virtuell von ihren Familien

Die Falcon-9-Rakete sollte von Cape Canaveral aus eine Dragon-2-Kapsel mit den beiden erfahrenen US-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley zur ISS bringen. Zwei Stunden vor dem Start waren die beiden Raumfahrer in ihrer Kapsel eingeschlossen worden. Douglas Hurley war auch einer der Astronauten, die bereits 2011 den letzten Space Shuttle zur ISS steuerten.

Cape Canaveral vor dem Start SpaceX Falcon 9 Rakete (Reuters/J. Ernst)

Auch US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania waren zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral gekommen

Die erste bemannte Mission des kommerziellen Raumfahrtunternehmens von Firmengründer Elon Musk ist nicht nur für SpaceX ein Meilenstein. Für die NASA würde eine erfolgreiche Andockung an der ISS mehr Unabhängigkeit von russischen Sojus-Raketen bedeuten. Die Dragon-Kapsel soll nach etwa 18 Stunden Flug die ISS erreichen. Die US-Raumfahrtbehörde hatte ihr Shuttle-Programm 2011 wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken 1986 und 2003 eingestellt. Seitdem fliegen die US-Astronauten mit russischen Raketen zur ISS.

se/wa (phoenix, ap, afp)

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