Ausgangssperren auch in Illinois und New York | Aktuell Amerika | DW | 21.03.2020
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COVID-19

Ausgangssperren auch in Illinois und New York

"Bleibt zu Hause" - so lautet die eindeutige Aufforderung für insgesamt nun 72 Millionen Menschen in den USA. Das Coronavirus ist auch dort rasant auf dem Vormarsch.

USA Kalifornia Coronavirus (picture-alliance/ZUMAPRESS/Orange County Register/Watchara Phomicinda)

In Kalifornien haben sich zwei Frauen bei einer Hühnerfarm mit Eiern eingedeckt

"Nein, das ist nicht das übliche Leben", bestätigt der Gouverneur des Staates New York, Andrew Cuomo, nachdem die Zahl der Coronavirus-Toten in den USA auf 249 gestiegen war. 46 von ihnen stammten aus seinem Staat.

Wegen der rasanten Ausbreitung von COVID-19 verhängen nach Kalifornien nun auch die Bundesstaaten New York und Illinois im Kampf gegen die Pandemie eine weitgehende Ausgangssperre. Der Lockdown betrifft auch die drei größten Städte Amerikas - New York, Los Angeles und Chicago.

"Akzeptiert es, realisiert es und geht damit um", empfiehlt Cuomo den 19 Millionen Bürgern in New York und auch allen anderen.

Er erläutert weiter, all diejenigen, die nicht zwingend zur Arbeit müssten, sollten von Sonntag an zu Hause bleiben. Weiter erlaubt sind nach seinen Worten der Einkauf von Lebensmitteln, Arzt- und Apothekenbesuche sowie Sport im Freien.

USA Kalifornia Coronavirus (picture-alliance/AP Photo/R. Vogel)

In dem Geschäft in Los Angeles dürfen zwischen sieben und acht Uhr morgens nur Senioren einkaufen

Die mehr oder weniger gleichen Anordnungen gelten seit Freitag bereits für die 40 Millionen Menschen in Kalifornien. Von diesem Samstag an greifen sie auch in Illinois mit knapp 13 Millionen Einwohnern. Der dortige Gouverneur J.B.Pritzker versichert in Chicago: "Für die allermeisten von Ihnen, die bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben, wird sich das Leben nicht sehr stark ändern."

Video ansehen 03:11

Wissenschaft sagt Coronavirus den Kampf an

Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität gibt es mehr als 16.600 Infektionsfälle. Da es wochenlang kaum Test-Möglichkeiten gab, wird von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen. 

USA Vizepräsident Mike Pence (picture-alliance/CNP/AdMedia/A. Drago)

US-Präsident Donald Trump (l.) und sein Corona-Beauftragter, Vizepräsident Mike Pence, äußern sich zu Maßnahmen gegen die Pandemie

Positiv auf das Virus getestet wurde nun ein Mitarbeiter von US-Vizepräsident Mike Pence. Weder Pence noch US-Präsident Donald Trump hätten "engen Kontakt" zu dem Angestellten gehabt, teilte eine Sprecherin des Vizepräsidenten in Washington mit. Pence ist für die Koordination der Regierungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von COVID-19 zuständig. Der US-Präsident ist wegen seines sehr spät eingesetzten Corona-Krisenmanagements massiv kritisiert worden.

se/pgr (ap, rtr, afp, dpa)

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