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Amazon startet Konkurrenz-Satelliten für Musks Starlink

7. Oktober 2023

Mit bislang 5000 Starlink-Satelliten hat US-Milliardär Elon Musk den Nachthimmel verändert und sich sein eigenes, weltumspannendes Kommunikationsnetz geschaffen. Nun macht sich ein ernsthafter Konkurrent auf den Weg.

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Nahaufnahme einer Atlas V-Rakete auf der Startplattform mit dem Logo von Amazon, der US-Flagge und dem Markenzeichen der Atlas-Raketenfamilie
Die vom Internetriesen gecharterte Atlas V-Rakete vor dem StartBild: Joe Marino/UPI Photo/IMAGO

Der US-Internetriese Amazon hat die ersten beiden Prototypen für satellitengestützte Internetverbindungen gestartet. Eine Atlas-V-Rakete brachte zwei Testsatelliten vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus in eine Erdumlaufbahn. Mit dem Projekt Kuiper will Amazon in Konkurrenz zum Satelliten-Internetdienst Starlink treten und Internetverbindungen in bisher schlecht abgedeckten Regionen ermöglichen.

Blick übers Wasser auf die startende Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida
Erfolgreicher Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in FloridaBild: Joe Skipper/REUTERS

Mit dem ersten Test soll geklärt werden, ob ein sicherer Kontakt zwischen den Sonden und der Erde hergestellt wird, ob die Solarmodule ausfahren und ob alle Instrumente richtig und bei den gewünschten Temperaturen funktionieren. Die beiden Prototypen werden nach den Tests aus der Erdumlaufbahn entfernt und beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Investitionsvolumen: Zehn Milliarden Dollar

"Wir werden enorm viel lernen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Technologieabteilung bei Kuiper, Rajeev Badyal, "unabhängig davon, wie die Mission verläuft". Schließlich sei es "das erste Mal, dass Amazon Satelliten in den Weltraum bringt". Die ersten tatsächlich funktionsfähigen Kuiper-Satelliten sollen Anfang 2024 gestartet werden. Das Unternehmen hofft auf erste Tests mit Kunden dann Ende kommenden Jahres.

Die Zukunft des Satelliten-Internets

Der vom heutigen US-Milliardär Jeff Bezos gegründete Onlineriese Amazon will in den kommenden sechs Jahren 3200 Satelliten für sein Kuiper-Netzwerk in die Erdumlaufbahn bringen. Zehn Milliarden Dollar (umgerechnet rund 9,45 Milliarden Euro) sollen in das Projekt investiert werden, um Internet auch in entlegenen und unterversorgten Gebieten auf der Welt zu ermöglichen. Dazu gehören auch Kriegs- und Katastrophengebiete.

Bislang dominiert Elon Musk mit seinem Unternehmen SpaceX das Geschäft. Es hatte die ersten seiner mehr als 5000 betriebsfähigen Starlink-Satelliten 2019 in den Weltraum befördert. Auch andere Unternehmen und Regierungen sehen den Bereich mit Interesse. Neben China will unter anderem das deutsche Start-up-Unternehmen Rivada hunderte Satelliten ins All schicken.

rb/arghh (AP, AFP, Reuters)