45 IS-Kämpfer bei irakischem Luftangriff in Syrien getötet | Aktuell Nahost | DW | 23.06.2018
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Kampf gegen den IS

45 IS-Kämpfer bei irakischem Luftangriff in Syrien getötet

Die irakische Luftwaffe hat wieder im benachbarten Syrien zugeschlagen. Nach Angaben des Militärs bombardierten Kampfjets in der ostsyrischen Region Haschin ein Treffen von Kommandeuren der Terrormiliz IS.

Irak Luftwaffe F-16 (picture-alliance/AP Photo/K. Mohammed)

Ein irakischer Pilot überprüft seinen Kampfjet vom Typ F-16

Der Angriff mit F-16-Kampfflugzeugen sei auf Anweisung von Ministerpräsident Haider al-Abadi erfolgt, teilte das Militärkommando in Bagdad mit. Bei der Attacke seien etwa 45 Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) getötet worden. Unter den Opfern seien zahlreiche hochrangige Anführer der Extremisten. Der Mitteilung zufolge gehört dazu ein Bote, der Nachrichten von IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi transportierte. Getroffen worden seien drei Häuser, in denen sich IS-Anführer getroffen hätten, hieß es weiter. Über die Zusammenkunft hätten präzise Geheimdienstinformationen vorgelegen. Das Treffen habe in der Region Haschin in der ostsyrischen Provinz Deir Essor stattgefunden. Für die Angaben gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung.

Die irakische Luftwaffe fliegt seit einiger Zeit regelmäßig Luftangriffe auf IS-Milizen in Syrien. Die islamistische Extremistenorganisation, die zeitweise weite Teile des Irak und Syriens überrannt hatte, kontrolliert nur noch wenige Gebiete in Syrien. Trotzdem sind die Extremisten noch immer vor allem in dem von Wüste geprägten Grenzgebiet zwischen beiden Ländern aktiv. Gegen die IS-Stellungen kämpft in der Region östlich des Euphrat auch eine Allianz arabischer und kurdischer Milizionäre, die von den USA und deren Verbündeten unterstützt wird. Auch syrische Regierungstruppen, die von Russland und dem Iran unterstützt werden, sind an Kämpfen in der ölreichen Provinz Deir Essor beteiligt.

Südlich der früheren nordirakischen IS-Hochburg Mossul wurden am Samstag zwei Polizisten bei einem Angriff der Extremisten auf einen Kontrollpunkt getötet, wie ein Polizeioffizier erklärte. Zuvor hätten die Dschihadisten nahe Mossul bereits drei Zivilisten in ihre Gewalt gebracht, hieß es aus lokalen Sicherheitskreisen.

kle/ie (dpa, afp, rtre)

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